In Polizeistatistik tauchen Tote durch Schnüffeln nicht auf
Auch Ende Januar sind drei Mädchen in Pforzheim schwer verletzt worden, weil sie die Lösungsmittel eines Deos schnüffeln wollten. Das Zimmer geriet in Brand - ein Mädchen liegt im Koma. Trotz dieser Vorfälle mag ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart nicht von einem Trend sprechen. Dass Jugendliche "schnüffeln", sei nicht neu. Früher habe man oft Klebstoffe dafür genommen. Beim Tod des Jungen in Überlingen handle es sich um einen tragischen Einzelfall. Es sei jedoch zu überlegen, das Thema bei der Suchtprävention an Schulen verstärkt anzusprechen.
In der Drogenstatistik des Stuttgarter Landeskriminalamtes tauchen Tote und Abhängige durch Schnüffeln nicht auf, bestätigt Pressesprecher Ulrich Heffner: "Ein Deospray ist keine Droge, man kann es legal erwerben." Eine Häufung der Fälle sei nicht bekannt. Zum Thema Vorbeugung sagt Sprecher Heffner: "Die Polizei spricht in den Schulen nur dann über das ,Schnüffeln, wenn sie danach gefragt wird." Denn man befürchte einen Nachahmungseffekt. us
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17.02.2010
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