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Hermann auf falschem Gleis?

Verkehrsminister Winfried Hermann steckt in der Bredouille: Ein urgrünes Anliegen, ein kundenfreundlicher Nahverkehr, droht Schaden zu nehmen. Die SPD dringt auf Hilfe des Finanzministers Nils Schmid.

Autor: JULIA GIERTZ, DPA |
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Die SPD-Fraktion im Landtag setzt auf die Hilfe von Finanzminister Nils Schmid (SPD), um drohende Lücken im Schienennahverkehr zu vermeiden. "Im Verkehrsetat gibt es derzeit zwar keine Spielräume mehr, aber wir müssen überall nach Mitteln suchen, um Einschnitte für die Berufspendler und Schüler im Nahverkehr zu verhindern", sagte der SPD-Verkehrsexperte Hans-Martin Haller in Stuttgart. "Jetzt ist der Finanzminister mit Einsparvorschlägen an anderer Stelle am Zug."

Haller hofft zudem auf Anregungen der Haushaltsstrukturkommission des Landtags, die bis Sommer Eckpunkte zur Etatkonsolidierung erarbeiten soll.

Im kommenden Jahr fehlen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wegen gestiegener Energiekosten und höherer Stations- und Trassenpreise der Bahn 60 Millionen Euro. Haller war jüngst mit Hermann hart ins Gericht gegangen, weil den Minister die aus seiner Sicht absehbaren Kostenerhöhungen "kalt erwischt" hätten.

Würde der Fehlbetrag nicht anderweitig aufgebracht werden können, müssten zwölf Prozent der Verkehrsleistung im Südwesten von derzeit 40 Millionen Kilometern beim Bahn-Konzern abbestellt werden. Dies sei aber aus Kundensicht nicht zu verantworten; alle Züge vom Interregio Express bis zu den S-Bahnen seien ausgelastet. "Es fahren keine Geisterzüge durchs Land", sagte Haller, der Mitglied sowohl im Verkehrs- als auch im Finanzausschuss ist.

Langfristig hält Haller es für möglich, bei den jährlich 740 Millionen Euro Regionalisierungsmitteln für den Nahverkehr umzuschichten. "Es geht dabei um einen Posten in einer Größenordnung von 65 Millionen Euro, der nicht ausschließlich der Beförderung dient."

Dazu gehörten etwa ein Verkehrslastenausgleich mit der Stadt Stuttgart, der letztlich dem Stuttgarter Staatstheater zugutekomme, und auch ein Programm zur Modernisierung der Bahnhöfe. Die entsprechenden Verträge könnten aber nicht zeitnah gekündigt werden, sagte Haller.

Der Abgeordnete sieht im Erhalt der bisherigen Nahverkehrsangebots einen wichtigen Beitrag zur grün-roten Verkehrs- und Klimapolitik. "Der Schienenverkehr weist den Weg aus Staus und Emissionsproblemen und ermöglicht vielen Menschen Mobilität, deren Wohn- und Arbeitsplatz weit voneinander entfernt liegen."

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07.05.2012 22:07 Uhr

Das unsägliche Erbe der CDU-Machenschaften

Tja, schön wäre es doch gewesen, wenn auch die Schulen "eines der dynamischsten Wirtschaftszentren Deutschlands" an das "Hochgeschwindigkeitsnetz der Bildung" angeschlossen würden.
Aber das wird wohl nie geschehen. Denn die 380 Millionen Euro, die in Stuttgart für gröbste Sanierungsarbeiten an den Schulen benötigt werden, wurden schon lange für den Kauf eines Gleisfeldes verramscht und in S21 investiert.
Aber was soll's, die Kinder müssen sich halt im Unterricht an vergammelte Klassenzimmer gewöhnen und werden so permanent an die fatale Fehlentscheidung, die federführend von den schwarz-gelben Filzpantoffeln in diesem Lande getroffen wurde, erinnert.
Bildung? Bildungschancen? Braucht man genauso wenig wie gute Luft und preiswerten Nahverkehr. S21 - unsere Zukunft. Fragt sich nur welche?

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07.05.2012 19:20 Uhr

Unfair gegenüber dem Grünen Verkehrsminister!

Das ist unfair gegenüber dem grünen Verkehrsminister:

(..) Im kommenden Jahr fehlen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wegen gestiegener Energiekosten und höherer Stations- und Trassenpreise der Bahn 60 Millionen Euro. Haller war jüngst mit Hermann hart ins Gericht gegangen, weil den Minister die aus seiner Sicht absehbaren Kostenerhöhungen "kalt erwischt" hätten. (..)

'kalt erwischt' ist eine ziemliche harte Formulierung.

Der Grüne Verkehrsmister Winfried „Winne“ Hermann hat sich voll und ganz auf die Bekämpfung von S21 bis zu VA konzentriert.
Danach hat er so tolle Ideen wie Gleitzeit für Schulen und eine Strassen-(Stadt-)Maut entwickelt.
Das alles hat sehr viel Zeit, Energie und Konzentration gekostet.
Da kann man schon mal so eine Kleinigkeit wie 60 Mio Euro übersehen. Oder etwa nicht?

Egal. Auf jeden Fall - 'Oben bleiben' in der Politik!

Alles wird gut!

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07.05.2012 19:53 Uhr

Herr Ulmer, die Imagekampagne, welche „Lust aufs Radfahren vermitteln soll“

sollten wir nicht vergessen, darüber hat der VM auch ein paar Monate gegrübelt.

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07.05.2012 17:00 Uhr

Altlasten der Unionsregierung

Die unseriösen Geschäfte der ehemaligen Unionsregierung(en) sind leider langfristig wirksam.
Von dem unnötigen Erbe S21 ganz abgesehen, sind die Kosten der Verträge mit der Bahn für ein Flächenland zum Beispiel im Vergleich mit Bayern viel zu hoch.
Das Budget reicht nun eben nicht für alle Erblasten der Union.
Da hilft kein Jammern.
Natürlich brauchen wir einen ausreichenden Regionalverkehr.
Doch die Bürger/innen haben sich in der Volksabstimmung für Prestigestrecken und einen unnötigen milliardenschweren Bahnhofsneubau entschieden.
Nachdem die Steuergelder nicht auf den Bäumen wachsen, muss eben anderswo eingespart werden, beim Regionalverkehr.
Ein klare Ansage an die Bürger.
Ihr habt S21 gewählt. Nun wird geliefert.

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07.05.2012 16:08 Uhr

was würde die FDP jetzt fordern?

richtig Bürokratieabbau. Einfach die ganzen Sympathiehansele wieder auf die Straße setzten, die nach der Wahl zusätzlich eingestellt wurden. Anscheinend haben diese Personen nichts geleistet oder was tun die Grünen jeden Tag im VM?
Darüber hinaus könnte man noch das Migrationsministerium einsparen, von dort konnte man auch noch nichts hören.

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