Heftiger Regen: 150 Notrufe in 45 Minuten
Heidelberg/Rottenburg.
Land unter nach Unwettern in Teilen Baden-Württembergs: In Heidelberg waren am Mittwochabend zahlreiche Straßen unterspült und Keller überschwemmt worden. Nach Angaben der Polizei gingen innerhalb von 45 Minuten rund 150 Notrufe ein. Rund 30 Liter Wasser pro Quadratmeter prasselten laut Deutschem Wetterdienst Stuttgart in kurzer Zeit vom Himmel. Der Neubau des Justizgebäudes musste abgesperrt werden, weil Teile des Baugerüstes einzustürzen drohten und Isoliermaterial vom Dach geweht wurde. Zur Höhe des Schadens machte die Polizei vorerst keine Angaben.
In Rottenburg (Kreis Tübingen) wurde am Donnerstagmorgen ein Haus durch Blitzschlag beschädigt. Ein Teil des Dachstuhls geriet in Brand. Nachbarn sahen die Flammen, weckten die Anwohner und alarmierten die Feuerwehr. Es wurde niemand verletzt, den Schaden schätzt die Polizei auf rund 40 000 Euro.
Auch in Gengenbach (Ortenaukreis) schlug am Donnerstagmorgen ein Blitz in ein Gebäude ein. Die Feuerwehr verhinderte, dass ein offenes Feuer in dem Mehrfamilienhaus ausbrach. Es entstand ein Schaden von rund 50 000 Euro. Eine Wohnung ist vorübergehend unbewohnbar. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Infolge des Unwetters streikte in Gengenbach auch hier und dort die Technik: Die Alarmanlage einer Tankstelle ging los und musste von einem Mechaniker repariert werden. Eine Ampel zeigte Dauer-Rot und eine Halbschranke blieb geschlossen. Der Verkehr im Ortenaukreis wurde zudem teilweise durch verschüttete Straßen und umgestürzte Bäume behindert.
Zunächst muss laut Deutschem Wetterdienst im Südwesten weiter mit Schauern und Gewittern gerechnet werden. Besserung ist jedoch in Sicht: Am späten Freitag sollen die Schauer langsam abflauen und einem freundlichen Samstag Platz machen. lsw
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30.07.2010
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