Heftige Proteste und Randale bei NPD-Treffen

Bei gewaltsamen Protesten gegen den NPD-Bundesparteitag in Weinheim wurden 16 Polizisten verletzt. 200 Demonstranten kamen in Gewahrsam.

DPA |

Gewaltsame Proteste haben am Wochenende den NPD-Bundesparteitag in Weinheim bei Heidelberg begleitet. Am Samstag waren bei Übergriffen von Linksradikalen 16 Polizisten verletzt worden, einer davon schwer. 201 Demonstranten kamen in Gewahrsam, wurden am Samstagabend aber wieder freigelassen. Die Stadt setzte mit einem friedlichen Kulturfest ein Zeichen gegen Rechtsextremismus - am Sonntag verlief eine Kundgebung friedlich. Die Polizei war mit insgesamt rund 1700 Beamten in der Stadt unterwegs, die Straßen zur Tagungshalle abgeriegelt.

Gewalt gegen Polizisten sollte nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) härter bestraft werden. Der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek kritisierte am Sonntag die gewaltsamen Auseinandersetzungen rund um den Bundesparteitag der NPD in Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis). Radek bezeichnete die Gewaltausbrüche als bedrückend.

Vorwürfe gingen auch an die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos: Der Landesvorsitzende der Jungen Union, Nikolas Löbel, forderte die Landesregierung auf, sich von Parolen des SPD-Parteinachwuchses zu distanzieren und diese zu rügen. "Die Schmähgesänge der Jusos gegen unsere Polizeibeamten bei den gestrigen Demonstrationen anlässlich des NPD Parteitages in Weinheim sind ungeheuerlich, beleidigend und können so nicht stehen bleiben", so Löbel. Laut Teilnehmerkreisen hätten die Jusos auf der Gegendemo "deutsche Polizisten schützen Faschisten und sind selbst Faschisten" gerufen.

Die rechtsextreme NPD hatte am Wochenende in der Stadthalle der Kommune getagt - das dritte Jahr in Folge. Die Stadt kündigte an, sie wolle im kommenden Jahr das Treffen der Partei verhindern.

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