Gedenken an Deportationen im ganzen Land

Stuttgart. 

Die Landesregierung Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart und die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs erinnern von heute an am Stuttgarter Nordbahnhof an den Beginn der Deportation jüdischer Bürger aus Württemberg vor 70 Jahren.

An diesem Tag im Jahr 1941 verließ der erste Deportationszug den Stuttgarter Inneren Nordbahnhof. "Für die Juden in Württemberg und Hohenzollern begann der Holocaust", erklärte die Landeszentrale für Politische Bildung dazu.

Ziel des ersten Transports war das Lager Jungfernhof bei Riga in Lettland. Aus mehr als 50 Orten in Württemberg und Hohenzollern wurden jüdische Bürger und Bürgerinnen dorthin verschleppt. Bis Februar 1945 folgten elf weitere Züge. Mehr als 2500 Männer, Frauen und Kinder aus Württemberg und Hohenzollern wurden deportiert, nur 180 von ihnen kehrten zurück.

Anlässlich des Jahrestages des Deportationsbeginns gibt es außer in Stuttgart - es ist die größte - weitere Gedenkveranstaltungen sowie Ausstellungen an weiteren 16 Orten in Baden-Württemberg. Darunter sind Bad Rappenau, Crailsheim, Esslingen, Leutkirch, Öhringen, Reutlingen, Rexingen, Ulm und Waiblingen. In Stuttgart sprechen unter anderem der stellvertretende Ministerpräsident Nils Schmid (SPD) und Barbara Traub, Vorstandssprecherin der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs. epd


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Autor: SWP | 01.12.2011

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