Fischer protestieren gegen Kormoran-Schutz
Ulm.
Den Kormoran nicht ausrotten, aber durch Abschuss und "die Pille" die Kolonien verkleinern - mit dieser Forderung waren rund 4500 Fischer und Teichwirte am Samstag zur bundesweiten Großkundgebung nach Ulm gekommen. Bis aus Norddeutschland, Sachsen und der Schweiz waren sie angereist, um gegen den Schutz des Kormorans zu demonstrieren, der auch an Donau und Neckar jede Menge Speisefische bejagt, verletzt und frisst. Anlass des friedlichen, aber lauten Protestes war das Kormoran-Artenschutzsymposium des Naturschutzbundes (Nabu) in Ulm. Vogelschützer und Fischer waren sich zwar einig, dass die Kormorane großen Schaden anrichten, aber über die Form der Dezimierung ist man sich noch nicht im Klaren. Fest steht nur: "Die Natur sich selbst zu überlassen, funktioniert in unserer Kulturlandschaft nicht mehr", meinte Angler Günter Fink aus Sulz am Neckar. Nabu-Vizepräsident Helmut Opitz hielt den Fischern entgegen, dass der Kormoran keine Fische ausrotte: Seltene Arten stünden bei dem Vogel kaum auf der Speisekarte. cst
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22.03.2010
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Beim Thema Kormoran sehen Fischer und Angler rot: In Ulm haben am Samstag 4500 Demonstranten ihrem Ärger Luft gemacht. Foto: Oliver Schulz
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