Fall Bögerl: Soko befragt erneut Nachbarn

Heidenheim.  Die Sonderkommission "Flagge", die seit 115 Tagen an der Aufklärung des Mordfalls Bögerl arbeitet, wird nicht personell reduziert. Aktuell ist die Zahl der aus der Bevölkerung kommenden Hinweise und Spuren auf 6750 angewachsen.

Davon sind nach Angaben des Heidenheimer Polizei-Pressesprechers Horst Baur inzwischen knapp über 5300 bearbeitet worden und werden zum Teil weiter verfolgt. Bleiben rund 1400 Hinweise, denen bislang nicht nachgegangen worden ist. Solange das nicht geschehen ist, sei an eine Reduktion der 80-köpfigen Soko, die sich aus Kriminalisten verschiedener Dienststellen zusammensetzt, nicht gedacht.

Derzeit werden Nachbarn und Personen im Umfeld der Wohnung der Familie Bögerl erneut befragt; dabei werden weiterhin freiwillige Speichelproben von Anwohnern genommen. Angaben zu Erkenntnissen gibt es von Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung über eine Panne bei der Geldbeschaffung für die gescheiterte Lösegeldübergabe dementierte nun die Sparkasse Heidenheim. Das Blatt hatte mit Hinweis auf Banker-Kreise berichtet, der Ehemann der ermordeten Maria Bögerl habe Geldboten mit einem Verrechnungsscheck zur Ulmer Bundesbank-Filiale geschickt, um Bargeld zu holen, was nicht funktioniert habe. "Der gegen Herrn Böger erhobene Vorwurf ist falsch," hieß es nun bei der Sparkasse. (ba)


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