Fall Bögerl: Anzeige gegen die Ermittler
Heidenheim.
Im Fall der ermordeten Heidenheimerin Maria Bögerl werden immer wieder Erkenntnisse über angebliche Pannen bekannt. "Wegen Verdachts auf Strafvereitelung aus Überforderung" hat ein Privatmann deshalb Anzeige gegen den Leitenden Oberstaatsanwalt Christoph Lehr sowie die Soko "Flagge" erstattet. Der Mann aus dem Großraum Stuttgart begründet die Anzeige damit, dass die Polizei nicht nur seine Hinweise ignoriert hätte, sondern auch wichtige Spurensicherung versäumt habe. Ihm gehe es mit der Anzeige nicht um Strafe, sondern "einfach um einen ordnenden, optimierenden und auf die Erfolgsspur führenden Eingriff" der Behörde. Der Mann hatte auch einen Fahndungshinweis bezüglich der Touristenfotos von Kloster Neresheim gegeben und der Polizei eine Zeugenaussage vermittelt. Die Oberstaatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Strafanzeige. "Wir werden prüfen, ob dem strafrechtliche Relevanz zukommt", sagte ein Sprecher.
Zu neuen Spekulationen über Verzögerungen beim Lösegeldbeschaffen nahm die Polizei gestern nicht Stellung. Maria Bögerl, Frau des Heidenheimer Sparkassenchefs, war am 12. Mai entführt worden. Am 5. Juni fand ein Spaziergänger die Leiche der Frau. Bis heute gibt es keine heiße Spur zum Täter. kf
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03.08.2010
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Kommentare (1)
Ergänzung
Der Bericht bzgl. des Privatmannes stimmt so, allederdings sollte um Missverständnisse zu vermeiden noch etwas erklärt werden.Den vermittelten Zeugenhinweis hat die SoKo an sich meines Wissens korrekt behandelt und was den Hinweis zu Touristenfotos anging, so war bereits die Idee überhaupt so zu fahnden von mir, und zwar in meiner Mail vom 17.05.10 11:37 Uhr, und auch das wurde offensichtlich ja wie man weiß in die Fahndungsstrategie aufgenommen.
Erst hinterhergab es dann konkrete Versäumnisse und wie der Artikel gut zeigt, geht es mit der Anzeige nicht um Strafe sondern nur um eine effektive Erinnerung da ein konkretes Versäumnis so gut es geht zu korrigieren.
Hier http://www.schwaebische.de/forum/showthread.php?p=5034#post5034
finden sich konkrete Argumente und Begründungen um was es bei der Sache ging.
In einem Forum kann ein "Privatmann" so eine Sache mehr in die Breite gehend ausführen, die Zusammenfassung im Artikel ist aber grundsätzlich in Ordnung.