Experten und Verbände kritisieren Vergabepraxis
Das Geschäft mit konventionell gezüchteten Tieren und Pflanzen wird für so genannte Biotech-Firmen immer interessanter. Denn wer ein Patent bekommt, hat theoretisch den alleinigen Besitzanspruch auf die entsprechenden Tiere und Pflanzen und kann Lizenzgebühren für ihre Zucht einfordern. Es wäre ein riesiges Geschäft. Die Zahl der Patentanträge in diesem Bereich nimmt stetig zu. Christoph Then, Tierarzt, Patentberater für Greenpeace und Autor aus München,kritisiert die Praxis des Europäischen Patentamtes (EPA), das in den letzten Jahren über 100 Patente erteilt habe, die sich auf normale Tier- oder Pflanzenzucht erstrecken. Diese Praxis des Patentamtes gerät auch zunehmend in die Kritik von Verbänden, zumal sich das EPA durch Patentgebühren finanziert. Die Bundesregierung ist bisher untätig geblieben, obwohl sie sich im Koalitionsvertrag gegen die Vergabe von Patenten auf Pflanzen und Nutztiere ausspricht. us
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27.05.2010
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