ENBW-Deal: Strittige E-Mail in Akten aufgetaucht
Stuttgart. Im äußerst harsch geführten Streit zwischen der Landesregierung und Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus um Akten zum ENBW-Aktiendeal ist Mappus offenkundig rehabilitiert.
Nach zuverlässigen Informationen der SÜDWEST PRESSE befindet sich die Mappus entlastende E-Mail entgegen wiederholter Angaben des Staatsministeriums doch in den seit längerem vorliegenden Unterlagen der Kanzlei Gleiss Lutz. Aufgefunden wurde sie von Mitarbeitern der Landtagsverwaltung, die den Untersuchungsausschuss betreuen. Die entsprechenden Akten wurden dem Ausschuss vergangene Woche von der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Regierungsbericht zur Verfügung gestellt.
Mappus hatte das Fehlen der entsprechenden E-Mail als „skandalös“ kritisiert. In der fraglichen Nachricht, die der Anwalt Martin Schockenhoff am 30.11.2010 an den Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, geschickt hatte, heißt es unter anderem, „unsere Verfassungsrechtler haben den telefonisch besprochenen Weg abgesegnet.“ Damit wurde von Seiten der Kanzlei (die zunächst Bedenken hatte) doch grünes Licht gegeben, den 4,5 Milliarden Euro teuren Aktienkauf über das Notbewilligungsrecht des Finanzministers ohne vorherige Einschaltung des Landtags abzuwickeln. Ein Verfahren, das der Staatsgerichtshof im letzten Herbst als verfassungswidrig beurteilt hat.
Am Montag hatte Morgan Stanley sich entschuldigt, die E-Mail aus Versehen nicht in ihren Datenraum eingestellt zu haben.
Staatsministerin Silke Krebs (Grüne), die die Anschuldigungen von Mappus als „haltlos“ kritisiert hatte, nannte den Vorgang daraufhin „unglaublich.“ Der Obmann der Grünen, Hans-Ulrich Sckerl, warf Mappus „Tricksereien im Umgang mit Aktenstücken“ vor.
Mappus hatte das Fehlen der entsprechenden E-Mail als „skandalös“ kritisiert. In der fraglichen Nachricht, die der Anwalt Martin Schockenhoff am 30.11.2010 an den Deutschland-Chef der Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, geschickt hatte, heißt es unter anderem, „unsere Verfassungsrechtler haben den telefonisch besprochenen Weg abgesegnet.“ Damit wurde von Seiten der Kanzlei (die zunächst Bedenken hatte) doch grünes Licht gegeben, den 4,5 Milliarden Euro teuren Aktienkauf über das Notbewilligungsrecht des Finanzministers ohne vorherige Einschaltung des Landtags abzuwickeln. Ein Verfahren, das der Staatsgerichtshof im letzten Herbst als verfassungswidrig beurteilt hat.
Am Montag hatte Morgan Stanley sich entschuldigt, die E-Mail aus Versehen nicht in ihren Datenraum eingestellt zu haben.
Staatsministerin Silke Krebs (Grüne), die die Anschuldigungen von Mappus als „haltlos“ kritisiert hatte, nannte den Vorgang daraufhin „unglaublich.“ Der Obmann der Grünen, Hans-Ulrich Sckerl, warf Mappus „Tricksereien im Umgang mit Aktenstücken“ vor.
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Autor: BETTINA WIESELMANN | 01.02.2012
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Kommentare (4)
So kommt es nun mal, wenn man solche Dilettanten in der Reguierung sitzen hat.
.Und wieder ist eine Wahlkampfblase und eine Personenverunglimpfung geplatzt
Was bleibt denn noch übrig von den üblen Unterstellungen und Beschuldigungen gegenüber Personen, die die Basis für den Wahlsieg von GrünRot waren. Leider sind das jetzt immer nur kleine Schlagzeilen, die Medien veröffentlichen. Kann da ein schlechtes Gewissen mitschwingen? Ich glaube nicht; diese Medien haben keines. Und was macht der betrogene Wähler? Ich hoffe nicht vergessen, dass nicht die lautesten Schreier und übelsten Beschimpfer recht haben. Diese eiskalte betrügerische Kampgne ist mit jedem der jetzt offenbarten Tatsachen offenkundiger. Herr Kretschmann treten Sie zurück., Ihre Regierung hat mit Manipulation und Angstmacherei die Wahl gewonnen, das entspricht nicht Ihrer Person.Da stinkt es aus dem verfassungswidrigen Sumpf immer noch !! -
Der Staatsgerichtshof hat im letzten Herbst die Methodik des ENBW-Notbewilligungs-Aktiendeals unter Mappus (Der Kaufpreis für 46,5 Prozent der Anteile lag damals bei rund 5 Mrd. EUR) als verfassungswidrig beurteilt !!- und da blubberts schon wieder !!!
Guckst Du da !!!:
Aus dem Mappus-Tigerentenkoalitionshinterlassenschaftssumpf !
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/Gruen-Rot-will-den-Kapitalmarkt-anzapfen;art4325,1252098,F
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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant