Bundeskriminalamt: Mehr als 65 Festnahmen Mafia-Verdächtiger seit 1997
Die Mafia, im 19. Jahrhundert als Geheimbund gegen die Bourbonen-Herrschaft auf Sizilien entstanden, wurde später zum kriminellen Netz, das weite Teile der öffentlichen Verwaltung in Süditalien korrumpieren und kontrollieren konnte. Wegen Zugehörigkeit zur Mafia wurden von der italienischen Polizei in der Vergangenheit auch schon komplette Gemeinderäte oder Polizeigremien einer Stadt verhaftet. Die wichtigsten Organisationen sind:
Cosa Nostra in Sizilien,
Camorra im Großraum Neapel,
Ndrangheta in Kalabrien,
Sacra Corona Unita in Apulien.
Nach den Mafia-Morden vor einer Pizzeria in Duisburg am 15. August 2007 wurde beim Bundeskriminalamt eine Task Force eingerichtet, die von den italienischen Behörden Daten erhält zu mutmaßlichen Ndrangheta-Angehörigen mit Bezügen zu Deutschland. Nach Angaben des BKA gab es von 1997 bis 2007 in Deutschland mehr als 65 Festnahmen von italienischen Staatsbürgern, die einer Mafia-Organisation angehörten; darunter Clanführer und Auftragsmörder,heißt es in dem Lagebild zur Mafia. aw
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08.02.2010
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