64-Jähriger bei Festnahme erschossen

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Ein Polizist hat einen 64 Jahre alten Mann bei einem Festnahmeversuch erschossen. Der 64-Jährige hatte betrunken in Singen (Kreis Konstanz) in seinem Bett gelegen und mit einer "täuschend echt aussehenden Schusswaffe" auf einen 30 Jahre alten Polizisten gezielt. Der Beamte und ein Kollege hatten den Mann mit einem Vorführbefehl der Staatsanwaltschaft wegen Bedrohung abholen sollen, sagte ein Sprecher der zuständigen Landespolizeidirektion in Freiburg. Die Beamten hätten den Mann vor dem Schuss mehrmals erfolglos aufgefordert, die Waffe wegzulegen. Diese wurde später als Schreckschussrevolver identifiziert. Dann feuerte der 30 Jahre alte Polizist den Angaben nach mit seiner Dienstwaffe auf den 64-Jährigen.

Eine Obduktion der Leiche Anfang der Woche soll weiteren Aufschluss bringen. Der 64-Jährige sei zur Tatzeit am Freitagnachmittag allein zu Hause gewesen. Polizisten dürfen ihre Waffen nur in Extremsituationen einsetzen. Gründe sind meist Notwehr oder der Schutz eines Bedrohten. Das Schießen ist im Ernstfall aber auch erlaubt, wenn schwere Verbrechen oder die Flucht eines gefährlichen Täters nicht anders zu verhindern sind.

Im Juli hatte ein Polizist in Wiesloch bei Heidelberg einen bewaffneten Mann erschossen. Der arbeitslose 43-Jährige hatte zuvor zwei Streifenpolizisten mit einem Dolch angegriffen.

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