42-Jähriger wollte Familie töten - Urteil erwartet

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Weil seine Frau ihn verlassen hatte, wollte ein 42-Jähriger aus Münsingen (Kreis Reutlingen) seine ganze Familie umbringen. Vor dem Landgericht Tübingen soll am Dienstag das Urteil verkündet werden. Die Anklage fordert acht Jahre Haft. Der Mann hatte gestanden, mitten in der Nacht - während die Familie schlief - sein eigenes Haus angezündet zu haben. Nur weil die Frau rechtzeitig wach wurde und Alarm schlagen konnte, kamen sie und die vier Kinder mit dem Schrecken davon. Für den Staatsanwalt handelt es sich um versuchten Mord, versuchten Totschlag und eine besonders gefährliche Brandstiftung. Der Verteidiger hat keinen konkreten Strafantrag gestellt.

Seine Ehefrau hatte dem 42-Jährigen am Abend zuvor angekündigt, ihn zu verlassen und die Kinder mitzunehmen. Vor Gericht hatte der Angeklagte angegeben, er habe daraufhin überlegt, sich und seine Familie zu verbrennen. In der Nacht im November 2012 tränkte er Kleidungsstücke mit rund 100 Litern Kraftstoff, verteilte sie im Hausflur vor den Schlafzimmern und zündete sie an. Die Ehefrau wurde gerade noch rechtzeitig wach und konnte Alarm schlagen. Ein Feuerwehrmann wagte sich mit Spezialkleidung in das Haus, in dem sich die Flammen rasend schnell ausgebreitet hatten, und rettete so die zweijährigen Zwillinge. Die Einsatzkräfte bargen in letzter Minute auch den Brandstifter selbst.

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