42-Jähriger wollte Familie mit in den Tod nehmen

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Weil seine Ehe zerbrochen war, wollte ein 42-Jähriger aus Münsingen (Kreis Reutlingen) seine Frau und seine Kinder verbrennen. Wegen versuchten Mordes muss er nun für acht Jahre in Haft. Der Mann hat gestanden, in der Nacht sein eigenes Haus angezündet zu haben. Es habe nicht viel gefehlt, dass zumindest die beiden jüngsten Kinder ums Leben gekommen wären, betonten die Tübinger Richter gestern.

Die Brandstiftung 2012 sei Tiefpunkt einer Abwärtsspirale gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Finanziell sei es für die Familie bergab gegangen. Die Frau kündigte an, mit den Kindern auszuziehen. Da habe der 42-Jährige beschlossen, seine Familie und sich zu verbrennen. Er selbst hatte vor Gericht gesagt, er habe auf ein besseres Leben nach dem Tod gehofft.

In der Nacht tränkte er im ersten Stock Kleidung mit Heizöl und verteilte weiteres Öl vor den Schlafzimmern. Vom Lärm wurde die Ehefrau wach. Sie konnte Hilfe holen. Ein Nachbar stellte eine Leiter an ein Kinderzimmer, über die ein neunjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Junge herunterklettern konnten. Ein Feuerwehrmann brachte die zweijährigen Zwillinge in Sicherheit. Auch den Vater mussten die Einsatzkräfte retten.

Der Angeklagte hatte immer wieder beteuert, dass ihm die Tat leid tue. Der 42-Jährige soll nun im Gefängnis eine Therapie machen.

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