30 Jahre nach Nachmanns Tod: Hinweise werden überprüft

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Fast 30 Jahre nach dem Tod des früheren Präsidenten des Zentralrats der Juden, Werner Nachmann, prüft die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Hinweise auf eine Straftat. Bei Nachmanns Tod im Januar 1988 war Herzversagen als Ursache genannt worden. „Wir prüfen, ob sich der Anfangsverdacht einer Straftat ergibt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Tobias Wagner, am Donnerstag. Zuvor hatte die „Stuttgarter Zeitung“ darüber berichtet.

Nachmann, der ein Unternehmen in Karlsruhe betrieb, soll rund 30 Millionen Mark (etwa 15,3 Millionen Euro) veruntreut haben - Zinsen aus dem Geld zur Entschädigung von jüdischen Opfern des Naziregimes. Der Fall löste damals großes Aufsehen aus.

Nach Wagners Angaben kam über die Zeitung der Hinweis auf Ermittlungen einer Privatdetektei nach dem Verbleib des Geldes. Eine Frau habe der Detektei etwas von Gift erzählt. Berichten der „Stuttgarter Zeitung“ und des SWR zufolge soll Nachmann der Frau gegenüber den Verdacht geäußert haben, dass man ihm nach dem Leben trachte. Ein Ermittlungsverfahren kann nach Angaben der Staatsanwaltschaft nur eingeleitet werden, wenn sich ein Anfangsverdacht auf Mord ergibt. Alle anderen Straftaten wären verjährt.

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