Wilhelma ist der Hit

Alles andere wäre eine Überraschung gewesen: Die Wilhelma bleibt mit fast 2,3 Millionen Besuchern unbestrittener Spitzenreiter in der Region. Ebenfalls Top-Attraktionen sind die beiden großen Automuseen.

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  • Umlagert ist das Bassin in der Wilhelma, wenn der Wärter die Seelöwen füttert. Mit solchen Vorführungen kann der Zoologisch-Botanische Garten punkten. 1/3
    Umlagert ist das Bassin in der Wilhelma, wenn der Wärter die Seelöwen füttert. Mit solchen Vorführungen kann der Zoologisch-Botanische Garten punkten. Foto: 
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Rührend zu sehen, wie Gorilla-Dame Mimi ihre Jubiläumstorte verspeiste, ganz allein, ohne die nervige Affenbande. Das war eine der besonderen Szenen in der Wilhelma vergangenes Jahr. Der Zoo feierte Mimi, weil sie 50 Jahre dazu gehört. Mit 52 Jahren ist sie auch die älteste Bewohnerin des Tierparks, eine Persönlichkeit.

Und eben auch eines der großen "Zugpferde", ohne die ein Zoo nicht auskommt. Die Wilhelma hat es 2015 auf knapp 2,3 Millionen Besucher gebracht und damit wieder einmal ihren Nimbus als größter Publikumsmagnet in der Region Stuttgart bestätigt. Das war das viertbeste Ergebnis des Zoologisch-Botanischen Gartens aller Zeiten. Allerdings kamen 4,5 Prozent weniger Besucher als 2014.

Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin führte den Rückgang auf die brütende Hitze in den wichtigsten Besuchermonaten Juli und August zurück. Die Wetterlage gerade in den Schulferien hat großen Einfluss auf die Bilanz von Tierparks.

Als Nummer zwei auf der Liste der beliebtesten Publikumsattraktiionen hat sich das Mercedes-Benz-Museum eindrucksvoll bestätigt. Das Firmenmuseum in Bad Cannstatt kam auf 772 750 Besucher, 8,6 Prozent mehr als 2014. Die Museumsleitung registrierte dabei einen Aufwärtstrend bei den internationalen Gästen. Ihre Zahl nahm um 43 Prozent zu. Inzwischen kommen mehr Chinesen zu Mercedes-Benz als US-Amerikaner.

Ebenfalls auf Erfolgskurs sieht sich das Porsche-Museum. Die Schau in Zuffenhausen sahen 2015 über 440 000 Besucher, acht Prozent mehr als 2014. Das Porsche-Museum ist sicherlich die Attraktion mit der höchsten Internationalität. Über 50 Prozent der Gäste kommen aus dem Ausland.

Einen großen Erfolg feierte die Staatsgalerie mit ihrer Ausstellung über den Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer. Das Museum steigerte damit seine Besuchszahlen um 70 Prozent auf 375 694. Für Direktorin Christiane Lange ist das "Spitzenergebnis" ein Beleg dafür, "wie wichtig es ist, Themen zu finden, die mit der eigenen Sammlung in Verbindung stehen".

Freude auch bei der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten über die Resonanz beim Barockschloss Ludwigsburg. 2015 gingen 275 161 Gäste durch die Kassen, was ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2014 bedeutet. Der Zuwachs ist laut Verwaltung zu einem guten Teil dem Familienprogramm zu verdanken - etwa der stark besuchten Lego-Ausstellung im Frühjahr.

Immenses Interesse weckt auch das Turmforum der Bahn im Hauptbahnhof. Mit 245 836 Besuchern schrammte die Schau über das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm knapp an der Viertelmillion-Marke vorbei. Auf ebenfalls über 200 000 Besucher kamen das Landesmuseum Württemberg einschließlich seiner Dependance in Waldenbuch (219 438) und das Naturkundemuseum im Rosensteinpark (218 180). Erheblich steigern konnte das Kunstmuseum Stuttgart sein Ergebnis im zehnten Jahr seines Bestehens. Mehr als 161 250 Besucher kamen nur in den Eröffnungsjahren 2005 und 2006.

Schwieriges Erbe aus der Kolonialzeit

Kooperation Das Linden-Museum in Stuttgart und die Universität Tübingen sind eine wissenschaftliche Kooperation eingegangen. Forscher beider Institutionen untersuchen unter dem Titel "Schwieriges Erbe" den museologischen und wissenschaftlichen Umgang mit kolonialzeitlichen Objekten in ethnologischen Museen. Finanziert wird das zweijährige Projekt über eine Plattform der Exzellenzinitiative der Universität Tübingen.

Pilotcharakter Für das Projekt wird eine Stelle zur Provenienzforschung von kolonialzeitlichen Objekten eingerichtet, die laut Linden-Museums Pilotcharakter besitzt. Die vom Bund geförderte Herkunftsforschung von Objekten aus der NS-Zeit wird hiermit erstmals auf die Kolonialzeit erweitert.

EB

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