Tierrechtler zeigen Wilhelma an

Die Stuttgarter Organisation Peta moniert unter anderem in der Wilhelma die „systematische Verstümmelung von Vögeln“. Insgesamt sind 20 Einrichtungen im Visier.

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Erst Mitte Oktober hat die Wilhelma ihren Flamingo-Nachwuchs präsentiert.  Foto: 

Die Tierrechtsorganisation Peta hat nach eigenen Angaben in dieser Woche gegen 20 deutsche Tierparks und Zoos Anzeige erstattet – darunter auch die Stuttgarter Wilhelma. Der Vorwurf: systematische Verstümmelung von Vögeln. Laut einer Meldung geht es Peta um Flamingos, Pelikane, Gänse und andere Vögel, die in den Zoos offen, also nicht in Volieren, gehalten werden.

„Um sie am Wegfliegen zu hindern, werden die Tiere durch regelmäßiges Beschneiden der Federn oder chirurgische Eingriffe flugunfähig gemacht“, lautet die Anschuldigung. Unter anderem würden Schwungfedern an einem oder beiden Flügeln gekürzt, auch würden Federfollikel chirurgisch entfernt oder durch Laserbehandlungen zerstört. Von Teilamputation am Flügelknochen spricht Peta ebenfalls. Diese Maßnahmen stellten einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Auf diese Art werde den Vögeln eine natürliche Fortbewegung verwehrt. „Obwohl das Verstümmeln von Vögeln in Zoos gegen das Tierschutzgesetz verstößt, drücken die meisten Behörden und Bundesländer beide Augen zu“, wird Dr. Yvonne Würz, eine Peta-Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, in der Meldung zitiert. Schätzungen zufolge betreffe dies rund 10.000 Vögel in deutschen Parks.

Florian Pointke, ein Wilhelma-Sprecher, reagiert zurückhaltend und bittet um Verständnis, in einem laufenden Verfahren keinen Kommentar abgeben zu können. „Wir prüfen derzeit die Anschuldigungen“, sagt er. Erfahrung mit Peta hat das Wilhelma-Team bereits. Zuletzt hatte die Gruppierung gefordert, der Stuttgarter Zoo möge bei seinen gastronomischen Angeboten künftig gänzlich auf tierische Produkte verzichten. Peta spricht sich zudem grundsätzlich gegen die Haltung von Tieren in Gefangenschaft aus. Immer wieder macht die Organisation mit spektakulären Aktionen auf diese und andere Forderungen aufmerksam. Wegen teils extremer PR- und Recherchemaßnahmen ist Peta auch umstritten.

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Kommentare

08.11.2017 19:42 Uhr

Tierschutz JA,

aber Peta hat schon was an der Waffel. Genau durch solche Aktionen machen sie sich lächerlich und bewirken genau das Gegenteil. Also mal im Dorf bleiben.

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