Speisen im mittelalterlichen Ambiente

Im "Ackerbürger" bekommt man Rostbraten oder Carpaccio vom Rind serviert. Kostenlos dazu gibt's eine jahrhundertealte Geschichte.

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Uwe Mürdel hat die Wände seines Restaurants "Ackerbürger" mit zahlreichen historischen Fotos geschmückt.  Foto: 

Schon der Name lässt vermuten, dass hier die regionale Küche gepflegt wird. Das bestätigt ein Blick auf die kleine, aber feine Speisekarte im Restaurant "Zum Ackerbürger" in Bad Cannstatt. Typisch Schwäbisches, wie Rostbraten, Kalbsbäckle und Kalbsnieren, ist hier zu finden. Koch und Küchenchef Uwe Mürdel gibt der Küche aber auch eine internationale Note. Dazu gehört beispielsweise der mit Ratatouille servierte Lammrücken oder das Carpaccio vom Rind. Alles wird frisch zubereitet. Im Herbst finden sich dann zusätzlich Wild- und Fischgerichte, Gänsebraten und auch verschiedene Fondues auf der Karte. Die Preise sind gehoben, jedoch angemessen. So kostet beispielsweise der Lammrücken mit Beilagen 24 Euro, das Geschnetzelte vom Rehfilet mit Spätzle 25 Euro.

Vor 19 Jahren hat Mürdel den "Ackerbürger" übernommen und damit den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Der Erfolg gibt ihm Recht. Das Restaurant ist regelmäßig ausgebucht. Die Gäste lieben das urig-rustikale Ambiente. Am vertrauten Umgang der Servicekräfte merkt man sofort, dass das Lokal viele Stammgäste hat.

Das zweitälteste Haus Stuttgarts wurde im Jahr 1550 direkt an die Stadtmauer angebaut, als diese ihre bisherige Funktion verlor. Die Bauern, denen es damals erlaubt war, ihre Häuser anzubauen, wurden schließlich "Die Ackerbürger" genannt. Daher rührt der Name des Restaurants

Steil hinauf geht es über eine schmale Treppe in den ersten Stock. Die Tische stehen zwischen freigelegten Fachwerkbalken, die Wände sind geschmückt mit historischen Fotos, welche der Chef persönlich gesammelt hat. Dazu hat er auch noch einiges an Antiquitäten und Trödel zusammengetragen, was den verwinkelten Räumen das Flair einer gemütlichen Bauernstube gibt. Stolz ist Mürdel, dass auch bekannte Sportler und Politiker bei ihm einkehren. Zugleich betont er, dass in seinem Lokal jeder Gast hoch geschätzt wird.

Mürdel hat schon einige Stationen im Raum Stuttgart hinter sich. Dazu zählen die "Bäckerschmiede", der "Goldene Adler" und die "Urbanstuben". Außerdem kochte er bei den Fallschirmjägern in Calw und im Breuningerland Sindelfingen. Vor vier Jahren schuf er sich dann mit dem Sportrestaurant im Stuttgarter Neckarpark ein zweites gastronomisches Standbein. Dank des dort angesiedelten Caterings ist jeder Tag für Mürdel voll ausgefüllt. Abends kocht er im "Ackerbürger" - was ihm sichtlich Spaß macht.

www.ackerbuerger.de

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