Schwäbische Kost ohne Schnickschnack

Toni Obergfell, Wirt der "Kleinen Traube" in der Esslinger Altstadt, hat sich der schwäbischen Küche "ohne Schnickschnack" verschrieben.

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Wirt Toni Obergfell.  Foto: 

Vor einem Jahr hatte er noch gehörigen Bammel. Denn Toni Obergfell konnte nicht so recht einschätzen, ob das mit dem neuen Lokal gut geht. Zehn Jahre lang hatte der Esslinger Wirt mit Erfolg den Besen am Marktplatz geführt. Als der Pachtvertrag auslief, übernahm er die Weinstube "Kleine Traube" in der Franziskanergasse. Diese liegt in der verwinkelten Esslinger Altstadt. Laufkundschaft wie am Marktplatz ist dort eher nicht zu erwarten.

Am 3. Januar 2015 war es dann soweit. Obergfell und seine Frau Petra Etzel saßen in der Weinstube und warteten auf die ersten Gäste. Nicht vergeblich. Heute, ein Jahr später, brummt der Laden. An den Wochenenden ist es abends nahezu aussichtslos, ohne Reservierung einen Platz zu bekommen.

Obergfells Rezept ist ganz einfach: "Ehrliche schwäbische Küche ohne Schnickschnack." Und er legt Wert darauf, dass so viel wie möglich selbstgemacht ist, vom Kartoffelsalat über die Maultaschen bis zu den handgeschabten Spätzle.

Auf der Speisekarte finden Liebhaber der schwäbischen Küche alles, was ihr Herz begehrt. Das Ganze zum moderaten Preis. Dieser bewegt sich zwischen 9,50 Euro für Saure Kutteln bis zu 19,80 Euro für den Rostbraten. Diesen bezeichnet Obergfell als "Knackpunkt der schwäbischen Küche". Vor allem die Qualität des Fleisches müsse stimmen.

Der Gast findet auch Rinderleber, Linsen mit Spätzle, Schweinskopfsülze mit Bratkartoffeln und Schnitzel in vielen Variationen auf der Karte. Die Weine stammen überwiegend von Esslinger Winzern. Den Bierliebhabern empfiehlt Obergfell das "Frischgezapfte" der Familie Teufel in Baisingen. Die Brauerei hat er bei einem Ausflug für sich entdeckt.

Die Karte passt perfekt zum urig-rustikalen Ambiente der Weinstube. Die beiden Gasträume im alten Fachwerkhaus strahlen mit ihren niederen Decken, den Balken und dem Holzfußboden Gemütlichkeit aus. Ausgestattet mit einem Kachelofen bieten sie rund 60 Gästen Platz. Im Sommer lockt der Biergarten.

Auf seinem Erfolg will sich Obergfell nicht ausruhen. Dem gelernten Hotelfachmann ist nämlich die "Kleine Traube" so richtig ans Herz gewachsen. Der 48-Jährige kann sich vorstellen, dass er hier bis zum Ruhestand bleibt. Um die beiden Köche zu entlasten, will er sein 15-köpfiges Team aufstocken.

www.kleine-traube.de

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