Ringen um bessere Anbindung

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Die Region Stuttgart ist mit den Kreisen Reutlingen und Tübingen noch schlecht vernetzt.  Foto: 

Der Verband Region Stuttgart (VRS) unternimmt einen Vorstoß, die Nahverkehrs-Verbindungen zwischen der Region und den Kreisen Reutlingen und Tübingen zu verbessern. Deshalb regt der VRS-Verkehrsausschuss unter anderem an, eine zusätzliche Busverbindung zwischen dem Flughafen und den Stadtteilen Plieningen und Hohenheim zu schaffen, von der auch Fahrgäste aus dem Süden profitieren könnten.

Hauptverbindung im öffentlichen Nahverkehr zwischen Tübingen, Reutlingen und Stuttgart ist die Neckartalbahn. Weil es für deren Kundschaft aber umständlich und zeitraubend ist, über den Stuttgarter Hauptbahnhof auf den Flughafen zu gelangen, hat der Landkreis Reutlingen den in Pfullingen startenden Überlandbus „eXpresso“ eingerichtet. Von Tübingen aus fährt die Linie 828 den Flughafen und die Messe an. Zudem pendeln die Busse der Linie 826 zwischen Tübingen und Leinfelden (Kreis Esslingen).

Ärgernis Bedienungsverbot

Der „eXpresso“ stoppt zwar an der Messe und in Filderstadt-Bernhausen, allerdings nur für Aussteigende. Der Zustieg ist nicht gestattet. Dieses „Bedienungsverbot“ stößt auf  das Missfallen der VRS-Geschäftsstelle. „Derartige Beschränkungen werden in der heutigen Zeit als nicht mehr angemessen gesehen und sollen sukzessive aufgehoben werden“, moniert die Geschäftsstelle. Dieser Auffassung ist auch der Verkehrsausschuss. Er beauftragte am Mittwoch die Geschäftsstelle, mit dem VVS allgemein über den Wegfall von Bedienungsverboten zu verhandeln.

Die CDU-Fraktion hat im VRS-Verkehrsausschuss vorgeschlagen, die Überland-Buslinien aus Reutlingen und Tübingen zum Flughafen über den Airport hinaus weiterzuführen. Dann könnten Passagiere, ohne umsteigen zu müssen,  direkt Degerloch, Hohenheim oder Vaihingen ansteuern. Das wäre etwa für Studenten, die an den Universitäten Vaihingen und Hohenheim studieren, interessant.

Bessere Anschlüsse in Sicht

Solche Verlängerungen der Überland-Buslinien hält die VRS-Geschäftsstelle jedoch für schwierig. Vom Landkreis Reutlingen und dem VVS kommt der Einwand, dass in diesem Fall Fahrzeuge angeschafft werden müssten, um die verlängerte Strecke bedienen zu können. Die Fahrgäste aus dem Süden können jedoch mit verbesserten Anschlüssen rechnen, wenn der geplante Abschnitt der Stadtbahnlinie  U6 vom Flughafen zum Fasanenhof eingerichtet ist. Auf der Schiene führt die Neubaustrecke Ulm – Wendlingen – Flughafen künftig zu Fahrzeitverkürzungen. web    

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