Regen verhagelt die Bilanz

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Wohin man kommt: Alle reden übers miese Wetter. Das nasskalte Auf und Ab war auch bei der Bilanz-Pressekonferenz zum Frühlingsfest Thema Nummer eins. Zum zweiten Mal in Folge haben Regen und Kälte den Veranstaltern von „in.stuttgart“ und den Schaustellern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie 2016 laufe es auf rund 1,3 Millionen Besucher hinaus, 2015 waren es 200 000 mehr. Dennoch machte der Geschäftsführer Andreas Kroll gute Miene zum verregneten Spiel: „Die Zahlen sind zufriedenstellend.“ Immerhin liege es nicht am Angebot. Sobald die Sonne sich zeige, brumme das Geschäft auf dem Wasen. Der Montag etwa, an dem der VfB im benachbarten Stadion Union Berlin empfangen hatte, sei der beste Frühlingsfest-Montag aller Zeiten gewesen. Die starken Tage waren aber selten.

 Für Schausteller und Händler heißt das: weniger Umsatz. Robert Renz, der einen Süßwarenstand betreibt, berichtete von bis zu 50 Prozent Einbußen: „Bei dem Wetter geht keiner aufs Frühlingsfest.“ Für die Polizei hat das einen positiven Effekt. „Mehr Besucher, mehr Straftaten“, stellte Thomas Engelhardt, der Leiter des zuständigen Polizeireviers 6, klar. Dementsprechend sei dieses Frühlingsfest wie auch das 2016 durch wenig Einsätze aufgefallen. Im vergangenen Jahr seien 514 Straftaten registriert worden. Engelhardt ging kurz vor Ende dieser Saison davon aus, die Zahl halten zu können. Zumeist handle es sich um leichte Körperverletzungen, aber auch Verstöße gegen das Waffen- und das Betäubungsmittelgesetz. Was jedoch zugenommen habe, sei die Gewalt gegen Polizeibeamte – in Form von Handgreiflichkeiten, Widerstand oder Beleidigungen.

2018 wird sich Europas größtes Frühlingsfest eine Woche weiter in den Mai schieben, erklärte Marcus Christen, der „in.Stuttgart“-Abteilungsleiter, vielleicht bringe das mehr Sonne. An diesem Wochenende hat das Frühlingsfest die Möglichkeit, die Bilanz noch zu verbessern. Zumindest für diesen Samstag sind die Aussichten ordentlich. Schausteller Kai Keller vom „Zuckerschloss“: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

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