Q-Fieber greift im Kreis Esslingen um sich

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Im Landkreis Esslingen geht das Q-Fieber um. Beim Gesundheitsamt seien im Januar bereits 20 Fälle gemeldet worden, bei denen der Erreger Coxiella burnetii aufgetreten sei, heißt es in einer Mitteilung. Das sind mehr als im kompletten Jahr 2015, wo nur 17 Erkrankungsfälle bekannt wurden. Der Erreger trat zuletzt im Raum Wendlingen, Wernau, Köngen, Oberboihingen und Kirchheim auf.

In den allermeisten Fällen werden die Erreger laut dem Landratsamt durch infizierte Schafe übertragen: Mit der Nachgeburt und dem Fruchtwasser schieden Muttertiere beim Lammen große Mengen des Erregers aus. In der Folge könne der Erreger, sei er erst mal eingetrocknet, mit dem Wind über weite Strecken verbreitet werden. Menschen steckten sich dann über das Einatmen der infektiösen Stäube an.

Die Hälfte der Q-Fieber-Erkrankungen verläuft symptomfrei oder mit milden grippe-ähnlichen Symptomen. Schwerere Infektionen beginnen meist mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen und ausgeprägten Stirnkopfschmerzen. Im weiteren Verlauf kann es zu Lungenentzündungen kommen, sehr selten können auch weitere Organe betroffen sein, wie zum Beispiel die Leber oder das Herz. Mit Antibiotika lässt sich die Erkrankung gut behandeln.

Das Gesundheitsamt rät, dass insbesondere Schwangere, Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder mit Herzklappenerkrankungen bei Verdacht auf eine lnfektion zum Arzt gehen sollten.

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