Projektgruppe soll Alb-Bahnhof vorantreiben

Eine Projektgruppe soll die Planung des Bahnhalts Laichinger Alb vorantreiben werden. Darauf haben sich Land, Kommunen und Bahn geeinigt. Offen ist die Frage des Kostenrisikos.

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In Richtung Bahnhalt Laichinger Alb sind noch einige Hürden zu überwinden. Darin sind sich die Beteiligten einig. Alle seien jedoch willens, die Hindernisse gemeinsam zu bewältigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landesverkehrsministeriums. Diese ist am Freitag im Anschluss an ein Treffen in Stuttgart veröffentlicht worden, an dem Vertreter des Ministeriums, des Alb-Donau-Kreises, der Kommunen auf der Laichinger Alb und der Bahn teilgenommen hatten. Als nächstes wurde die Gründung einer Projektgruppe vereinbart. Und: In der nächsten Woche soll der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Laichinger Alb eine Erklärung zur Übernahme der Kosten der ersten Planungsphasen abgeben.

Der Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, Vorsitzender des Verwaltungsverbands, zeigte sich mit dem Verlauf des Gesprächs zufrieden. Mit verhaltenem Optimismus sehe er dem weiteren Verfahren entgegen. Wichtigste Aufgabe der Projektgruppe sei es, das Verfahren so gut wie möglich zu beschleunigen. Nach den Worten von Sven Hantel, dem Konzernbevollmächtigten der Bahn für Baden-Württemberg, muss bis August nächsten Jahres die Baugenehmigung für den Bahnhalt vorliegen. Ansonsten würde der Zeitplan für die Neubaustrecke gefährdet. Der Bau der Schnellbahntrasse habe für die Bahn Vorrang und dürfe in keiner Weise behindert werden.

Sieben Kommunen auf der Laichinger Alb und der Alb-Donau-Kreis haben erneut erklärt, sich mit 13 Millionen Euro an dem Projekt zu beteiligen. Unter Kommunalpolitikern war bislang von "bis zu" 13 Millionen die Rede, in der Mitteilung des Ministeriums steht jetzt "Festbetrag". Im GVV geht es nun darum, die Zusage per Beschluss amtlich zu machen. Dann könne die Bahn die weitere Planung in Angriff nehmen, sagte Kaufmann.

Diese Planungsschritte sind nicht nur Voraussetzung für ein Genehmigungsverfahren, das dann beim Eisenbahnbundesamt eingereicht wird. Auch wird dadurch klarer, was der Bahnhalt westlich von Merklingen tatsächlich kostet. Bisher liegt lediglich eine Schätzung vor: 21,5 Millionen Euro. Abzüglich der 13 Millionen, die von Kommunen und Landkreis kommen, bleiben 8,5 Millionen, die erklärtermaßen das Land übernehmen wird.

Nach wie vor aber ist unklar, wer bezahlt, wenn sich herausstellt, dass 21,5 Millionen Euro nicht reichen. "Wir werden die Einzelheiten in den kommenden Wochen mit den Beteiligten beraten", so Uwe Lahl vom Verkehrsministerium.

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