Mit Lastenfahrrad durch die City

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Der Stuttgarter Velocarrier-Vertriebsleiter Sebastian Bühler auf dem Kasten-E-Bike.  Foto: 

Mit zwölf Lastenrädern startet die Firma  Velocarrier ihren Lieferservice für ganz Stuttgart.  „Das ist eine große Herausforderung für uns“, sagte Geschäftsführer Raimund Rassillier am Freitag. Denn Stuttgart ist die erste Metropole, in der das Unternehmen einsteigt. Vor mehr als einem Jahr hatte Velocarrier Lasten-Rikschas, die bis zu 250 Kilogramm Ware transportieren können, in Tübingen auf die Straße geschickt. Danach gründete die Firma eine Niederlassung in Esslingen.

Mit ihren per Muskelkraft und Elektromotor betriebenen Rädern will die Firma den Lkw-Verkehr und den Schadstoff-Ausstoß in der City verringern. Das Angebot stößt auf den Beifall der Landesregierung. Deren Ziel ist es, dass bis 2020 fünf Prozent der Güter in der City mit Velos transportiert werden, wie Christoph Erdmenger sagte, Leiter der Abteilung Nachhaltige Mobilität im Verkehrsministerium. „Wir hatten in 20 Jahren noch kein Projekt, das so positiv aufgenommen worden ist“, bekundete der aus Neckartenzlingen (Kreis Esslingen) stammende Logistik-Fachmann Rassillier.

Zunächst stützt sich der Betrieb von Velocarrier in Stuttgart auf eine Zentrale im Westen und drei Außenstellen in Bad Cannstatt, Degerloch und Zuffenhausen. Ziel sei es, elf Verteilstellen mit 50 Rädern aufzubauen. Einsatzmöglichkeiten gibt es laut Rassillier genug. Das Unternehmen, das hauptsächlich studentische Mini-Jobber beschäftigt, bedient Kliniken, Apotheken und Einzelhändler. Gerne würde Velocarrier auch die Zustellung in der Innenstadt für private Paketdienstleister übernehmen, um die Fußgängerzonen zu entlasten. Doch mit diesen Firmen ins Geschäft zu kommen, sei der schwierigste Part. 

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