Millionen-Marke geknackt

Die Veranstaltungsgesellschaft "in.Stuttgart" hat 2015 zum Rekordjahr erklärt. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die gute Auslastung von Schleyer-Halle und Porsche-Arena. Letztere feiert heuer zehnten Geburtstag.

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Vor zehn Jahren wurde die Porsche-Arena im Neckarpark eingeweiht - gemeinsam mit der Schleyer-Halle ist sie heute gut ausgelastet.  Foto: 

Wenn es um Tourismuszahlen und Veranstaltungen geht, dann werden in Stuttgart seit Jahren immer wieder Rekorde vermeldet. Bei der Jahrespressekonferenz von "in.Stuttgart" war es wieder so weit. Die städtische Veranstaltungsgesellschaft ist für alle Großereignisse in Stuttgart - von Frühlings- und Volksfest übers Sommerfest bis hin zum Weihnachtsmarkt - zuständig und betreibt nicht nur Schleyer-Halle und Porsche-Arena, sondern auch die Freilichtbühne auf dem Killesberg und die Liederhalle. 2015 habe man den höchsten Umsatz aller Zeiten in einem Jahr ohne Landwirtschaftliches Hauptfest (findet nur alle vier Jahre statt) gemacht, sagte der kaufmännische Geschäftsführer, Martin Rau. Was sein Co-Chef Andras Kroll so erklärte: "Es hat einfach alles gepasst."

Damit meinte Kroll nicht nur die Art der Veranstaltungen, sondern auch die Verzahnung der verschiedenen Locations und - ganz lapidar - das Wetter, das mitgespielt habe. Sei es bei Open-Air-Konzerten oder beim Evangelischen Kirchentag, für den mehrere Hallen und Plätze genutzt wurden und der maßgeblich zur guten Bilanz der Gesellschaft beitrug. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Gesamtumsatz von 35,8 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 2,7 Millionen Euro. Auch die Tatsache, dass Veranstalter und Polizei nach den Anschlägen von Paris gut zusammengearbeitet und ein Sicherheitsgefühl hergestellt hätten, habe sich positiv ausgewirkt, so Kroll.

Großer Geldbringer war das Hallenduo bestehend aus der Schleyer-Halle und der Porsche-Arena, das 11,13 Millionen Euro Umsatz machte und mit 239 Veranstaltungen und 1.050.000 Besuchern erstmals die Millionen-Hürde übersprang. Neben dem Kirchentag im Juni füllten Höhepunkte wie die Sportgymnastik-WM, der Porsche-Tennis-Grand-Prix, das Reitturnier German Masters oder Konzerte von Queen, Herbert Grönemeyer sowie Andreas Gabalier die Hallen, die maximal 15.000 (Schleyer-Halle) beziehungsweise 7500 (Porsche-Arena) Menschen fassen. Überrascht wurden die Veranstalter vom großen Andrang bei den Liveshows zur Disney-TV-Serie "Violetta" sowie "Planet Erde" - dabei werden Naturbilder auf der Leinwand von einem Orchester untermalt.

Im Vergleich der beiden Hallen hat sich vor allem die Porsche-Arena, die in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag feiert, zum Frequenzbringer gemausert - allein 132 Veranstaltungen mit 457.000 Besuchern gingen dort 2015 über die Bühne. In den zehn Jahren seit ihrem Bestehen fanden dort sogar fast 1000 Events mit rund 3,13 Millionen Besuchern statt. "in.Stuttgart" setzt mit der Arena auf Vielseitigkeit, fördert dort aber viele Sportevents. Neben Tennis hat sich Handball zur Schwerpunktsportart entwickelt: Es finden Länderspiele der Nationalmannschaft in den Räumen statt oder auch der Handball-Super-Cup sowie Spiele des Erstligisten TVB Stuttgart. Das Jubiläum der Arena soll in bescheidenem Rahmen mit einem kleinen Fest begangen werden.

Stadt und Region profitieren von Veranstaltungen

Frequenzbringer Neben dem Hallenduo haben auch die Veranstaltungen auf dem Cannstatter Wasen ordentlich Geld in die Kassen der städtischen Gesellschaft "in.Stuttgart" gespült. Dazu zählten die beiden Volksfeste in Frühjahr und Herbst, aber beispielsweise auch Zirkus-Vorstellungen. Der Gesamtumsatz auf dem Festplatz lag 2015 bei 5,76 Millionen Euro. In der Liederhalle wurden hingegen 6,39 Millionen Euro umgesetzt und auf der Freilichtbühne im Höhenpark Killesberg rund 860.000 Euro.

Gewinn "in.Stuttgart"-Geschäftsführer Andreas Kroll schätzt den Profit (Umwegerentabilität), den Hotellerie und Gastronomie in der Stadt Stuttgart und der Region aus den vielen Veranstaltungen schlagen, auf "mindestens eine Milliarde Euro".

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