Markante Dachmembran der Mercedes-Benz-Arena wird saniert

Anpfiff für die Bauarbeiter: In der Mercedes-Arena haben Sanierungsarbeiten begonnen. Das Dach muss erneuert – und Schäden der Aufstiegsfeier beseitigt werden.

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Das Dach soll Anfang August erneuert sein.  Foto: 

Am Sonntag hat der VfB Stuttgart die Rückkehr in die Erste Bundesliga perfekt gemacht hat, jetzt hat der Fußball in der Mercedes-Benz-Arena erst mal Pause. In den kommenden elf Wochen wird das Schmuckstück des Stadions, das markante Membran-Dach, saniert. Die weißen Folien, die die Zuschauerränge seit der Leichtathletik-WM 1993 überspannen, hätten ihren Dienst 25 Jahre lang getan und würden jetzt planmäßig ausgetauscht, teilte Martin Rau, Geschäftsführer der städtischen Stadion Neckarpark GmbH &Co. KG, mit.

Insgesamt umspannen 40 einzelne Felder mit einer Fläche von 37 000 Quadratmetern das Dach. Erneuert sollen sie diesmal bis zu 30 Jahre lang halten. Eine Beschichtung aus Titanoxyd soll Umwelteinflüssen stärker trotzen und dafür sorgen, dass die Folien länger weiß bleiben. Im Zuge der Sanierung wird auch das Entwässerungssystem verbessert. Die Stahlkonstruktion, bestehend aus 40 Stützen, die das Dach trägt, wird ebenfalls auf Vordermann gebracht. Arbeiten zur Erhaltung und zum Korrosionsschutz laufen bereits seit März. 16 500 Quadratmeter müssen neu beschichtet werden.

Anfang August soll die Sanierung, die rund 9,75 Millionen Euro verschlingt, im Großen und Ganzen abgeschlossen sein. Am Wochenende vom 18. bis 20. August startet der VfB schließlich in die Saison – dann wieder in der Fußball-Königsklasse. Klub-Präsident Wolfgang Dietrich setzt auf ein Heimspiel, bei dem das erneuerte Dach dann auch gleich noch Premiere feiern könnte.

Die Schäden, die bei der Aufstiegsfeier entstanden sind, werden bis dahin ebenfalls längst beseitigt sein. Zu Zehntausenden waren die Fans nach dem Abpfiff am Sonntag aufs Spielfeld gestürmt, um den Abschied aus der Zweiten Liga zu feiern. Dabei blieb sozusagen kaum ein Stein auf dem anderen: Die beiden Tore wurden abmontiert und offenbar von Souvenirjägern abtransportiert. In der Arena wurde später nur noch ein Pfosten gefunden, der jetzt ins Archiv des Klubs wandern soll, wie VfB-Sprecher Tobias Herwerth berichtet. Er sieht’s angesichts der Tatsache, dass der VfB bald wieder oben mitspielen wird, gelassen: Man betrachte das Ganze nicht als Vandalismus, es sei in der Euphorie des Augenblicks geschehen. Die Verursacher werde man nicht verfolgen, so Herwerth.

Gleiches gelte für jene, die Rasenstücke ausbuddelten und mit nach Hause nahmen. Unter anderem sollen die beiden Elfmeter-Punkte fehlen. Die Schäden seien nicht gravierend, und nach einer Saison werde der Rasen sowieso einer größeren Pflegemaßnahme unterzogen, sagt Herwerth. Einen Platzsturm wie am Sonntag hat der Sprecher unterdessen nach eigenem Bekunden noch nie erlebt. Mit 60 000 Fans war die Arena am Sonntag ausverkauft gewesen, das Public Viewing auf dem Wasen eingerechnet, hatten rund 100 000 Menschen in der Stadt den Aufstieg gefeiert.

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