LBBW-Banker soll bald ausgeliefert werden

Der festgenommene Banker Christian Schmidt soll in den nächsten Wochen von Kenia nach Deutschland überführt werden. Man habe einen Antrag auf Auslieferung gestellt, bestätigte Claudia Krauth, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart, am Montag.

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Sie gehe davon aus, dass die kenianische Regierung in den kommenden Tagen über den Antrag befinden werde.
2014 hatte Schmidt seinem damaligen Arbeitgeber, der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), einen Tag vor Heiligabend rund 750.000 Euro geklaut. Beim Geldzählen hatte er den Betrag abgezweigt, das Geld später in einen Karton gepackt und hatte damit das Gebäude verlassen. Die Bank überprüfte danach ihre Sicherheitsvorkehrungen, stellte aber nach eigenen Angaben keine groben Mängel fest.

Am 26. Dezember war Schmidt abgetaucht. Ein internationaler Haftbefehl wurde erlassen. Aufgrund von Ermittlungen in seinem Umfeld hatte die Polizei vermutet, dass sich der damals 42-Jährige nach Afrika abgesetzt hatte - dort hatte er schon früher Urlaub gemacht. In der Nähe des Stuttgarter Flughafens fand man seinerzeit das geliehene Auto von Schmidts Schwester. Auf Passagierlisten des Stuttgarter Flughafens tauchte der Name des Besigheimers allerdings nicht auf.

Laut Staatsanwältin Krauth ist Schmidt am 14. Oktober in Kenias Hauptstadt Nairobi und nicht, wie zunächst gedacht, in der zweitgrößten Stadt des ostafrikanischen Landes, Mombasa, in seiner Wohnung verhaftet worden. Einen Tag später wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Fotos lokaler Medien zeigen ihn mit Kapuzenpullover im Gerichtssaal. Die genauen Umstände der Verhaftung und die Frage, wo das gestohlene Geld geblieben ist, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft gestern nicht beantworten. Welche Strafe Schmidt erwartet, ist ebenfalls offen. Eine rechtliche Beurteilung sei zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, so Krauth.

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