Lapp baut Brücken zwischen Mumbai und Stuttgart

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Andreas Lapp vor dem Festival-Plakat.  Foto: 

Andreas Lapp hat In­dien zur „Herzensangelegenheit“ gemacht. Die Begeisterung des „Honorarkonsuls der Republik Indien für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz“ erlebten seine Gäste am Wochenende bei dem von ihm veranstalteten traditionellen Festabend anlässlich des indischen Nationalfeiertags. Dieses Mal herrschte eine besonders gehobene Stimmung.

Grund war der Besuch einer 120-köpfigen Delegation unter Leitung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann wenige Wochen zuvor im indischen Partnerland, dem Bundesstaat Maharashtra. Davon erhofft sich Lapp den von ihm lange ersehnten Schub in den Beziehungen.

Seit seinem Amtsantritt als Honorarkonsul im Jahr 2000 wird der umtriebige Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Kabelherstellers Lapp nicht müde, für Indien zu werben und entsprechende Aktivitäten in Stuttgart zu fördern. Dazu zählen das Indische Filmfestival Stuttgart, das von Lapp gegründete „Indian Business Center“ sowie der Schüleraustausch. Auch das Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium in Leinfelden-Echterdingen hofft auf Lapps Hilfe.

Besonders wichtig ist ihm die Vertiefung der seit 1968 bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Stuttgart und Mumbai. Dafür hat er vor mehr als zehn Jahren das Weinfestival „Stuttgart meets Mumbai“ ins Leben gerufen. Das dient in Mumbai als Kontaktbörse für deutsche und indische Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Tourismus und Kultur.

Nicht umsonst würdigte Ministerialdirigent Werner Schempp, der für den verhinderten Staatsminister Klaus-Peter Murawski eingesprungen war, Lapp im Namen der Landesregierung als unverzichtbaren „Brückenbauer“. Auch der indische Generalkonsul Sugandh Rajaram lobte Lapps Engagement.

Vor 20 Jahren wurde in Bangalore der Grundstein für das erste Produktionswerk des Familienunternehmens in Indien gelegt. 2012 kam in Bhopal das zweite dazu. Heute hat „Lapp India“ mehr als 300 Mitarbeiter. Lapp weiß um die „gewaltigen bürokratischen Hürden“.

Trotzdem sieht er enorme Chancen. „Mit 1,2 Milliarden Menschen ist Indien nicht nur die größte Demokratie der Welt, sondern auch ein riesiger Markt“, betont Lapp, der schon als junger Mann Indien bereiste. „Für mich ist Indien wie ein buntes Potpourri mit den vielfältigsten gesellschaftlichen Facetten. Dort funktioniert vieles ganz anders als in Deutschland – aber es funktioniert“, so Lapp. 

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