Kommentar · FEINSTAUB-ALARM: Fehlende Signale

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Feinstaub-Alarm - dem Gros der Pendler entlockt das nur noch ein Gähnen. Warum? Weil der Alarm nach vier Wiederholungen in drei Monaten zur Routine geworden ist. Weil jenen, die trotzdem mit dem Auto kommen, keine Konsequenzen drohen. Und weil die schlechte Luft größtenteils von Einpendlern verursacht wird, die nicht damit leben müssen.

So sind die Effekte der bisherigen Alarme überschaubar. Zwischen zwei und sieben Prozent weniger Autos wurden bei den ersten beiden Alarmen im Talkessel gezählt - ganzjährig 20 Prozent weniger hat OB Fritz Kuhn aber als Ziel ausgegeben. Über die mangelnde Resonanz muss man sich jedoch nicht wundern. Nur wer gute Alternativen sieht, ändert sein Verhalten.

Und daran hapert's: Zigtausenden Pendlern, die keine Zuschüsse bekommen, ist der öffentliche Nahverkehr zu teuer. Verbilligte Tickets gab es bislang nur als vorläufige Aktion. Ab Herbst planen Stadt und Land zwar eine Verlängerung des Angebots. Aber eben nur während der Feinstaub-Alarme. Die wiederum werden wegen des Wetters nur im Winter ausgerufen - die restliche Zeit müssten Fahrgäste die regulären Tarife bezahlen. Ein echtes Signal in Richtung Bus und Bahn sieht anders aus.

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