Jazzopen Stuttgart expandieren nach Ludwigsburg

Die Stuttgarter Jazzopen bespielen 2016 erstmals auch Ludwigsburg. Große Namen kündigen sich an: David Gilmour, Cro und Carlos Santana.

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Kommt am 14. Juli: Star-Gitarrist David Gilmour.  Foto: 

30 Konzerte in zehn Tagen auf fünf Bühnen - gestern hat Jürgen Schlensog vom Veranstalter Opus das Programm für die Jazzopen (8. bis 17. Juli) vorgestellt und Neuheiten erläutert. Auftakt ist wie immer die Vergabe der German Jazz Trophy. Sie und die 15 000 Euro Preisgeld gehen an die Jazz-Legende Klaus Doldinger. Zum Festival-Auftakt spielt er in der Sparda-Welt am Hauptbahnhof, zusammen mit dem Ehrenhof des Stuttgarter Schlosses, dem Bix-Jazzclub in Stuttgart, der Liederhalle und erstmals dem Scala in Ludwigsburg eine der fünf Locations der Jazzopen.

Die Mercedes-Benz-Arena gehört nicht mehr dazu. Das Unternehmen erklärt dies mit dem zehnjährigen Jubiläum des Museums. Weshalb die Jazzopen erstmals nach Ludwigsburg ausweichen, wo am 11. Juli die Stanley Clarke Band im Scala auftritt. Einen Tag später ist dort Keb' Mo' mit Ruthie Foster zu Gast, noch bestens im Ohr vom letzten Jahr. Ein Revival erlebt die Liederhalle, sie gehörte bis 2003 zu den Veranstaltungsorten der Jazzopen und beherbergt am 12. Juli den "Königs-Act", die lange Jazznacht mit dem Branford Marsalis Quartett, das Kurt Elling mitbringt, und dem Chick Corea Quintett. Chick Corea, auch schon 75, wird in Stuttgart sein einziges Deutschland-Konzert dieses Jahr geben.

Weiter geht es open air mit Superlativen im Ehrenhof des Neuen Schlosses. Und zwar an fünf anstatt bisher vier Abenden. Von Mittwoch, 13. Juli, bis Sonntag, 17. Juli, folgt dort ein Highlight dem anderen. Die Session eröffnet Van Morrison; mit seiner bluesigen Musik wurde er bereits vor zwei Jahren gefeiert. Am Abend darauf gehört die Bühne drei Stunden lang David Gilmour, Gitarrist von Pink Floyd.

Es wird das einzige Festivalkonzert sein, das Gilmour dieses Jahr gibt, und er will es laut Schlensog in "zwei Sets aufteilen": erst ein Querschnitt aus seinen Soloalben, dann die Musik von Pink Floyd. Wer Karten will, muss sich sputen. Das gilt auch für Freitag, den 15. Juli, wenn Grenzgänger Cro zusammen mit den avantgardistischen Jazzern Christian Scott und Dana Leong einen Brückenschlag von Rap zu Jazz versuchen will.

Exakt vor 20 Jahren war Carlos Santana schon einmal bei den Jazzopen, damals in der Liederhalle. Bei seiner Rückkehr am Samstag, 16. Juli, bringt er wahrscheinlich seine Frau mit, die dann die Drums bedient. Zum dritten Mal in Folge spielt Jamie Cullum auf den Schlossplatz. Dieses Jahr ist es das einzige Deutschlandkonzert für den Briten, der in Stuttgart quasi schon Kult ist. Er setzt den Schlussakkord unter die Jazzopen 2016, bei denen zum Beispiel im Bix-Jazzclub Cyrille Aimée zum ersten Mal überhaupt in Deutschland auftritt und mit dem Turtle Island Quartet ein kammermusikalisches Quartett in der Sparda-Welt die musikalische Bandbreite vergrößert.

www.jazzopen.com

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