Hermann: Alarm wird zu wenig ernst genommen

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Das Ende des Feinstaub-Alarms in Stuttgart bleibt offen. Womöglich wird er wegen der stabilen Inversionswetterlage übers Wochenende verlängert. Die derzeitige Anordnung gilt bis Freitag, 24 Uhr. Am Dienstag hatte sich die Feinstaub-Konzentration noch einmal erhöht. Nach vorläufigen Werten lag sie bei 140 Mikrogramm pro Kubikmeter an der Messstation Neckartor im Osten der Landeshauptstadt. 2015 war ein solch hoher Wert nie erreicht worden. Am Montag wurden 89 Mikrogramm gemessen. Der EU-Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm. Ursache der hohen Werte ist die extrem austauscharme Wetterlage. Die Schadstoffe seien im Kessel eingeschlossen wie in einer Garage und reicherten sich an, sagte ein Klimaexperte.

Laut Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wird der seit Montag geltende Feinstaub-Alarm nicht ernst genug genommen. Immer noch würden viel zu viele Autos in der Umweltzone fahren. Nach ersten Daten der Integrierten Verkehrsleitzentrale hat der Autoverkehr lediglich um drei Prozent abgenommen. Als erfreulich bezeichnete Hermann den Anstieg beim Online-Ticketverkauf im öffentlichen Nahverkehr. Bei den Stuttgarter Straßenbahnen stieg der Verkauf am Montag um 1500 Fahrkarten - das sind 15 Prozent mehr. Der Anbieter Moovel registrierte ebenfalls einen Anstieg um 1500 Tickets pro Tag. Die Daimler-Tochter bietet an Tagen mit Feinstaub-Alarm Einzeltickets für den Verkehrsverbund Stuttgart zum halben Preis an.

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