Helene Fischer? Kenn' ich nicht!

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Die Sängerin hat einen deutschen Namen, ist aber nicht in Deutschland geboren, singt auf deutsch und füllt überall die Hallen. Wie heißt sie wohl? Ja klar doch, Helene Fischer! Aber jüngst bei der SWR1-Hitparade kam eine Hörerin nicht auf diesen Namen, obwohl sie zehn Fragen zur Verfügung hatte, um das Rätsel zu lösen. Und als die Moderatoren ihr die Lösung präsentierten, war die Hörerin sogar noch glücklich, dass ihr der Name Fischer nicht eingefallen war. Es dürfte sich bei ihr um eine Hardrock-Liebhaberin gehandelt haben, der deutsche Schlager nicht in die Tüte kommen.

Ja, die Hörer dieser Hitparade müssen gerade viel aushalten. Normalerweise kommt das Hörprogramm SWR1 ziemlich glattgebürstet daher. Bloß keinen Song senden, bei dem die Kundschaft nicht mitpfeifen könnte. Die Auswahl ist schmal. Gefühlt verfügt der Kanal im Normalprogramm über ein Repertoire von 99 Stücken. Hörst du eine Stunde rein, kommt mit Sicherheit irgendwann ein seichter ABBA-Hit. Doch bei der Hitparade geht es kunterbunt zu. Hier spricht das Volk und nicht der Musikprogrammchef. Da ist nichts austariert. Eine Gruppe der Hörerschaft mutet der anderen allerhand zu. Kontrastprogramm eben. Auf "Lasse redn" der Ärzte folgt Helge Schneiders Klamauk-Stück "Sommer, Sonne, Kaktus", auf das Württemberger-Lied mit den Fischer-Chören "Atom Heart Mother" von Pink Floyd. Und die Hitparadler spielen Titel mit Überlänge wie "The End" von den "Doors" oder schwerere Kost wie das wunderbare "A Day in the Life" von den Beatles.

Da ist Toleranz gefragt. Die gern noch stärker strapaziert werden könnte. Sollte ich mitmachen, werde ich 2016 für Mozarts Klavierkonzert in D-Moll (KV 466) stimmen.

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