Feinstaub-Alarme wohl noch bis Ende April

Der aktuelle Feinstaub-Alarm wird nach Angaben der Stadt Stuttgart bis mindestens Freitagabend anhalten. Außer die Wetterverhältnisse änderten sich noch, teilte Sprecherin Jana Braun am Dienstag mit.

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Die Luftbelastung ist derzeit hoch: Am Montag wurden an der innenstadtnahen Messstelle Neckartor 53 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Der EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm, der an nicht mehr als 35 Tagen überschritten werden darf, wurde damit erneut gerissen.

Der vierte Feinstaub-Alarm in diesem Jahr war am Montag ausgerufen worden, um Autofahrer und Ofenbesitzer für die Luftbelastung zu sensibilisieren. Sie sollen Fahrzeuge stehen beziehungsweise Öfen abgeschaltet lassen. Voraussichtlich Ende April wird die Alarm-Saison dann enden und bis zum nächsten Winter pausieren. Grund: Die Stadt Stuttgart löst den Alarm in Absprache mit dem Deutschen Wetterdienst anhand von Hinweisen auf austauscharme Wetterlagen aus, bei denen die Schadstoffe nicht aus dem Talkessel entweichen können. Diese Wetterlagen gebe es im Sommer eigentlich nicht, so Braun. Das bedeute nicht, dass es zwischen April und Oktober nicht auch zu Feinstaub-Überschreitungen kommen könne, so Braun weiter. Dafür verantwortlich seien dann aber Faktoren, die die Stadt nicht vorhersehen könne - wie ein erhöhtes Verkehrsaufkommen oder Phänome wie Saharastaub.

Auch im Winter könne es im Übrigen passieren, dass die Werte gerissen würden, man aber keinen Alarm ausgelöst habe. Braun: "Eine 100-prozentige Trefferquote werden wir nie haben." Bis zu kommenden Winter wolle man mit Blick auf die Kriterien jedoch nachjustieren und den Alarm beispielsweise ausdehnen, wenn sich bereits, wie am vergangenen Wochenende, der nächste ankündige. Grundsätzlich wolle man am meteorologischen Alarmsystem aber festhalten, so Braun weiter.

Um Pendler zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen, haben der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und der Mobilitätsanbieter Moovel ihre Aktionen zum Feinstaub verlängert: Die Vergünstigungen für Jahresabos und Tickets gelten jetzt bis zum 15. April.

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