Extreme Wetterlage treibt Feinstaub-Werte in extreme Höhen

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Eine „extreme Wetterlage“ ist nach Aussage des Stuttgarter Stadtklimatologen Ulrich Reuter für die hohe Feinstaub-Belastung in der Landeshauptstadt verantwortlich. „Zur Zeit haben wir ein Hochdruckgebiet, das sich sehr hartnäckig hier eingenistet hat. Das bedeutet: Kaum Wind und vor allem eine starke Inversion. Deshalb liegt die Luft wie ein Deckel auf Stuttgart, es gibt keinen Luftaustausch“, so Reuter. Die Schadstoffe, die der Autoverkehr und das verstärkte Heizen produzierten, könnten deshalb nicht abtransportiert werden. „Wie in einem Zimmer, in dem nicht gelüftet wird.“ Eine derartige Wetterlage erlebe man vielleicht alle zehn Jahre, stellt der Klimatologe fest.

Der vorläufige Spitzenwert in dieser Woche wurde am Montag am Neckartor mit 188 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen. Seither ist die Konzentration leicht gesunken, liegt aber immer noch weit über dem zulässigen EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, der an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden darf. Doch nicht nur am Neckartor sei die Luft schlecht, sagt Reuter, „sondern auch andere Stationen melden hohe Werte. Sogar außerhalb des Talkessels, zum Beispiel auf der Filderebene erleben wir eine hohe Feinstaub-Belastung.“ Darüber hinaus litten auch andere Städte unter hohen Schadstoffwerten. Und zumindest bis zum Wochenende ist keine Besserung in Sicht: Der aktuelle Feinstaub-Alarm wurde daher bis Samstag verlängert. Autofahrer sollen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen, Besitzer von Komfort-Kaminen diese nicht anheizen, wenn es im Haushalt andere Wärmequellen gibt.

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