Banges Warten auf gute Lösung

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Still ruht die Baustelle am Gewa-Tower in Fellbach. Seit November 2016.  Erzwungen durch einen Baustopp, den der Stuttgarter Generalunternehmer Baresel erwirkt hat. Die Firma war im Mai 2014 damit beauftragt worden, den mit 107 Metern dritthöchsten Wohnturm Deutschlands für 61,5 Millionen Euro schlüsselfertig zu errichten. Doch als der Rohbau stand, stellten die Bauherren Michael und Mark Warbanoff einen Insolvenzantrag.

Nach wie vor ist es unklar, wie es weitergeht. Insolvenzverwalter Ilkin Bananyarli von der Anwaltskanzlei Pluta in Stuttgart verhandelt derzeit mit zwei Investoren, deren Namen er nicht bekannt gibt. Ein dritter Investor soll „ganz am Anfang stehen“ mit seinen Gesprächen, teilt Hans-Jürgen Friedrich mit, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG. Er vertritt zahlreiche Anleihe-Gläubiger.

Laut Friedrich „sind beim Projektverkauf Dinge entgleist“. Und: Es sei undurchsichtig, wie es zu einer „Baukostenausweitung von 40 Prozent“ komme, die derzeit im Raum stehe. Deshalb wolle man jetzt ein Gutachten, das die erbrachten Leistungen bis zum Baustopp auflistet.

Friedrich schiebt den schwarzen Peter nicht ausschließlich Baresel zu. Von den Bauherren Warbanoff, seien „unglückliche Verträge“ ausgehandelt worden, sagt Friedrich. So sollte für das in den unteren Geschossen des Turms vorgesehene Hotel Geld erst bei Fertigstellung fließen.

Vor einigen Tagen hat nun die Baresel GmbH wissen lassen, dass sie am Weiterbau des Gewa Towers interessiert sei und für die Weiterführung der Bauarbeiten im Grundsatz weiter zur Verfügung stehe. Doch auf einen positiven Bescheid wartet der Generalunternehmer nach wie vor. Es bleibt unklar, ob Bananyarli und die Anleger mit Baresel weitermachen wollen.

Bananyarli zeigt sich allerdings „sehr optimistisch, dass wir eine Lösung erzielen werden.“ Auf diese Lösung warten die Anleger und auch die Stadtverwaltung gespannt.

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