Attacke gegen Flüchtlingsheim mit Schweinekopf

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Abstoßende Attacke gegen eine Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde Wolfschlugen (Kreis Esslingen): Unbekannte haben dort in der Nacht auf Mittwoch einen abgetrennten Wildschweinkopf auf dem First einer Zelthalle abgelegt, in dem schon bald bis zu 100 Asylbewerber wohnen sollen. Der Einzug ist laut dem Esslinger Landratsamt für Mitte, Ende Juni geplant.  Über die Giebelwand ließen die Täter, die der Polizei zufolge gegen 4.45 Uhr hoch zum Fürst gestiegen sein müssen, zudem eine rote Substanz laufen. Eine Sprecherin der Reutlinger Polizei sagte, es könnte sich um Schweineblut handeln. Das werde noch untersucht.

Vor dem Hintergrund, dass die Unterkunft bald belegt werden soll, gehe man von einer politisch motivierten Tat aus, sagte die Sprecherin. Genauere Angaben wollte sie mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. „Sonst würde ich womöglich Täterwissen preisgeben.“  Nur so viel: Man gehe ersten Hinweisen nach.

Unbeantwortet bleibt also vorerst, ob die Polizei eine Ahnung hat, wer die Täter sein könnten und ob die Ermittler schon wissen, wo der Rest des Wildschweines geblieben ist. Auch ob der Kopf fachmännisch abgetrennt wurde, ließ die Sprecherin offen. Wobei davon auszugehen ist.

Am Einzugstermin soll sich indes trotz der Attacke nichts ändern, sagte Thomas Eberhard, Infrastruktur-Dezernent im Landratsamt Esslingen. An diesem halte man fest. Offenkundige Ablehnung gegen den Flüchtlingsstandort an der Daimlerstraße, der insgesamt aus zwei Zelten zum Schlafen und zur Versorgung besteht, habe er nicht registriert. Eberhard: „Gewisse Ressentiments gibt es ja immer wieder.“ Wolfschlugen sei dabei aber nicht auffällig gewesen. Überhaupt habe es im Kreis Esslingen bislang keine größeren Anfeindungen gegeben. 

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