Kuhn: Verzicht auf Glyphosat

Die Landeshauptstadt Stuttgart setzt ab sofort Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat nicht mehr ein. Das hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn am Dienstag einer Mitteilung zufolge veranlasst.

EB |

Der grüne Rathauschef betonte: "Mein Ziel ist es, Stuttgart zu einer glyphosatfreien Stadt zu machen. Daher appelliere ich auch an die Bürgerinnen und Bürger bei ihren Arbeiten im Garten zum Wohle der Gesundheit auf Glyphosat ganz zu verzichten."

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Herbizid 2015 als potentiell krebserregend eingestuft. Statt Glyphosat einzusetzen, werden Mitarbeiter des Garten-, Friedhof- und Forstamts der Mitteilung zufolge die städtischen Grünflächen künftig von Hand pflegen. Auch alle weiteren Ämter und Eigenbetriebe seien vom OB aufgefordert worden, auf Glyphosat zu verzichten.

Die Mitarbeiter hatten Glyphosat nach Angaben der Stadtverwaltung zuletzt lediglich punktuell eingesetzt. Mittel der Wahl seien mechanische Verfahren mit Hacken und Freischneidern. Darüber hinaus teste das Amt regelmäßig neue Methoden, so sei etwa für 2016 die Anschaffung eines Heißdampfgerätes vorgesehen, teilte die Stadt mit.

Glyphosat wird vor allem zur Bekämpfung von Unkraut verwendet. Die Zulassung des Pflanzenschutzmittels läuft in der Europäischen Union zum 30. Juni aus. Derzeit wird auf EU-Ebene über eine Neuzulassung debattiert.

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