Ab in den Gully: Pilotprojekt zur Kippenbeseitigung

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Die Kippen verschwinden im Schacht.  Foto: 

Schön ist anders. Seit es Zigaretten gibt, gibt es das Problem mit den Kippen auf dem Boden. Besonders viele findet man naturgemäß an Stellen, wo Menschen warten und sich die Zeit mit Qualmen vertreiben, etwa an U-Bahn-Haltestellen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ist als Eigentümerin der Haltestellen für deren Unterhaltung zuständig – auch fürs Aufklauben der Zigarettenreste vom Boden und aus dem Gleisbett. Daher hat das Unternehmen nun den unschönen  Stummeln den Kampf angesagt. Seit Ende 2016 testet die SSB am zentralen U-Bahn-Stopp Vaihingen den „Clean Cube“. In den Freiluft-Bahnsteig, an dem man Richtung Plieningen abfährt, ist ein etwa 20 auf 20 Zentimeter großer Gully eingelassen, in den die Leute ihre gerauchten Zigaretten und Kaugummis fallen lassen sollen. Ein stilisiertes Bild daneben erklärt und ermuntert.

Im Bund noch nicht erprobt

Vertrieben wird die niederländische Erfindung über die Firma Nord-Süd Wertstoff- und Abfalltechnik mit Sitz in Villingen-Schwenningen. Deren Geschäftsführer Karl-Heinz Burger ist vom kleinen Schacht überzeugt. „Er stellt optisch keine Beeinträchtigung dar und funktioniert besser als normale Ascher. Weil die nämlich meist verschmutzt sind, langt dort keiner hin“, erklärt er. Auch sei der Rauchergully im Boden vandalismusresistent, die Reinigung sei einfach mit einer Stange handhabbar, über die man ein Behältnis an Griffen heraushebt. Regenwasser soll durch das Loch einfach im Erdreich versickern. Alles in allem soll sich der Reinigungsaufwand an Stellen, wo der Gully eingebaut ist, drastisch reduzieren. Erprobt sei der „Clean Cube“ in Deutschland noch so gut wie gar nicht, „wir wollen ihn etablieren“, sagt Burger. In Skandinavien und in Holland aber leiste er schon gute Dienste. Vom Raucherwürfel gibt es mehrere Modelle. Die Kosten liegen bei rund 220 Euro.

Ergebnisse des Versuchs liegen laut den Stuttgarter Straßenbahnen noch nicht vor. Vor Ort fällt allerdings auf, dass viele Raucher das Kippenloch entweder noch nicht entdeckt haben oder es ignorieren.

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