„Gebetomat“ am Flughafen wird eröffnet

Am Flughafen Stuttgart steht in den nächsten drei Monaten ein „Gebetomat“. Reisende können sich reinsetzen und sich Gebete vorlesen lassen.

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Vor dem Abflug kann man sich am Stuttgarter Flughafen jetzt Gebete vorlesen lassen.  Foto: 

Ein kurzes Gebet vor dem Besteigen des Flugzeugs: Dazu verhilft in den kommenden Monaten in Stuttgart ein „Gebetomat“. Das Gerät, das äußerlich einem Passbildautomaten ähnelt, wird an diesem Donnerstag in Terminal 3 in Betrieb gehen, wie die Evangelische Landeskirche in Württemberg mitteilte. Der „Gebetomat“ ist technisch so versiert, dass er Gebete für fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum – bereithält.

Nutzer steigen in den Automaten und könnten dort per Knopfdruck unter 300 Gebeten auswählen, die ihnen dann vorgelesen werden. Nur Passagiere, die bereits den Sicherheitscheck hinter sich haben, können die Kabine betreten. In dem Bereich hätten die Leute Zeit, dort wolle man sie zum Dialog mit Gott einladen, sagt Flughafen-Pfarrer Dieter Kleinmann.

Der „Gebetomat“ ist eine Idee des Künstlers Oliver Sturm. Seit 2008 tourt die Gebetskammer durch Deutschland und war unter anderem in Berlin, Frankfurt am Main, Baden-Baden und Karlsruhe zu erleben. In Stuttgart bleibt er drei Monate. Der Service für Gläubige ist kostenlos.

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Kommentare

04.05.2017 15:45 Uhr

Klerikaltechnik

Hier noch eine Ergänzung zu den Trends in der Klerikaltechnik:

Zum In einer mobilen “Lichtkirche” werden die Besucher der “Weltausstellung Reformation” vom 20. Mai bis 10. September dem Roboter BlessU-2 begegnen. Wer möchte, kann sich von der 1,80 Meter großen Blechbüchse segnen lassen. Als gebürtiger Fuldaer finde ich besonders schön, dass zu den sieben Sprachen, die BlessU-2 beherrscht, Hessisch gehört.

Damit niemand Hunde, Katzen oder Handys segnen lässt (weshalb eigentlich nicht?), sollen immer mehrere Mitarbeiter in der Nähe des Roboters stehen. Der Einspareffekt ist also begrenzt, die Kirchensteuer wird nicht gesenkt.

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