„Alarmstufe“ und „Vulkan-Ausbruch“

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„Cassiopeia“-Wirt Andreas Semle.  Foto: 

Eine Familie waren sie schon zuvor, ein Team sind sie erst seit gut zwei Jahren. Als Gaby Hippéli mit ihrem Restaurant „Cassiopeia“ ihr Domizil auf der Waldebene Ost räumen musste,  gründeten ihre Tochter Desiree und deren Mann Andreas Semle die „anders und lieber GmbH“. Diese wurde zum Betreiber des „Cassiopeia“, das 2014 ins ehemalige Bootshaus beim Inselbad in Untertürkheim zog.

Hinter nüchternen und kühlen Betonwänden verbirgt sich ein mit alten Möbeln liebevoll eingerichteter Gastraum. Dieser verströmt besonders am Abend bei Kerzenlicht eine heimelige Atmosphäre. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, bekräftigt Andreas Semle. „Das Lokal liegt zwar etwas versteckt, deshalb haben wir wenig Laufkundschaft, aber dafür ist die Lage direkt am Neckar ideal“, fügt der 37-Jährige hinzu.

Das faire und nachhaltige Konzept seiner Schwiegermutter hatte Andreas Semle schon immer gefallen. Das Cassiopeia ist ein zertifiziertes Biorestaurant. Zudem setzen die Betreiber auf Regionales und Saisonales sowie auf den fairen Handel. Das hat seinen Preis. So manchem Gast müsse er dann erklären, dass die Gerichte verglichen mit den Einkaufspreisen für die Zutaten nicht überteuert seien, betont Semle.

Der Preis für den schwäbischen Zwiebelrostbraten liegt bei rund 30 Euro, der große Salat mit Ziegenkäse und Rote Beete bei 18 Euro. Die Karte bietet Veganes, Vegetarisches und Fleischgerichte. Genauso phantasievoll wie der Name des Restaurants sind die Gerichte zusammengestellt und benannt. Auf der Karte steht beispielsweise die „Alarmstufe“ neben dem „Vulkanausbruch“.

Für die Speisen zuständig ist der kreative Küchenchef Thomas Gärtner, dessen Verpflichtung Andreas Semle als Glücksfall bezeichnet. Die Gäste schätzen nicht nur die Kochkunst, sondern auch die Einstellung der Gastronomen und die unkomplizierte Atmosphäre im Lokal. Hier wird jeder konsequent mit Du angesprochen. Rainer Lang

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