ZUR PERSON: Unermüdliche Kämpferin

Der Einsatz für die Rechte von Frauen und Kindern ist ihr Lebenswerk. Die prominente und streitbare Nonne Lea Ackermann feiert 75. Geburtstag.

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Ordensfrau und Frauenrechtlerin Lea Ackermann wird heute 75.

Die Arbeit ist das Lebenselixier der Lea Ackermann. Seit 27 Jahren kämpft die katholische Ordensfrau öffentlich gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Gründerin der Frauenhilfsorganisation "Solwodi" (Solidarität mit Frauen in Not) im rheinland-pfälzischen Boppard wird heute 75 Jahre alt. Ihre Energie ist ungebrochen.

Lea Ackermann wird in Gesellschaft, Kirche und Politik geachtet. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) würdigt sie als Vorbild für Menschlichkeit und Solidarität. "Sie sieht die Unterdrückung der Ärmsten und Schwächsten und greift ein." Der Politiker zeichnet den Einsatz der Ordensfrau gegen Frauenhandel am 29. Februar mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

"Wir können helfen", versichert die Ordensfrau, die ihre Organisation 1985 zunächst im afrikanischen Kenia und 1989 in Deutschland gründete, um Frauen den Weg aus Armuts- und Zwangsprostitution zu zeigen. "Was diese Frauen erlebt haben, ist barbarisch", sagt Ackermann.

Immer noch will die Frauenrechtlerin und Autorin skrupellosen Geschäftemachern das Handwerk legen, gewissenlosen Freiern den Schneid abkaufen und Empörung über die Ausbeutung von Frauen und Mädchen wecken. "Die Verhältnisse bessern sich nicht", lautet ihr Fazit. Die Ausbeutung sei heute weniger heimlich, sondern deutlich sichtbar, aber noch immer nicht weniger geworden.

Kraft und Motivation schöpft Lea Ackermann aus ihrer "robusten Natur" und aus ihrer Frömmigkeit. Sie sagt: "Ich kann nicht in der Nachfolge Jesu leben und über das schreiende Unrecht ohne konkretes Tun hinwegsehen."

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