Zur Person: Perus neuer Präsident

Er spricht die Sprache der Unternehmer und der USA. Pedro Pablo Kuczynski, der neue Präsident Perus, hat international Erfahrungen als Manager und Politiker gesammelt.

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Frisch vereidigt: Perus neuer Präsident Pedro Pablo Kuczynski.   Foto: 

Das Präsidentenamt ist die Krönung seiner politischen Laufbahn: Pedro Pablo Kuczynski ist seit seiner Vereidigung am Donnerstag mit 77 Jahren Staatschef von Peru. Sein Wahlsieg war äußerst knapp: Mit nur 50,12 Prozent der Stimmen gewann er am 5. Juni in der Stichwahl gegen seine Konkurrentin Keiko Fujimori.

Kuczynski wird allgemein nur PPK genannt. Er blickt auf eine jahrzehntelange Karriere als Manager und Polit-Funktionär zurück, war unter anderem Chef der peruanischen Zentralbank und Minister. Es ist ein Sieg im zweiten Anlauf. Bereits 2011 strebte Kuczynski nach dem höchsten Staatsamt, verpasste aber den Einzug in die Stichwahl.

Auch wenn Kuczynski im April mit den Panama-Papers zu umstrittenen Steueroasen in Verbindung gebracht wurde, gilt er als „sauberer Politiker“, frei von Korruptionsskandalen. Er hatte mehrere Direktorenposten bei internationalen Banken und ausländischen Öl- und Gasfirmen inne. Aber sein Image als Kandidat der reichen Oberschicht und Lobbyist großer transnationaler Firmen versuchte er abzulegen.

Kuczynski wurde im Oktober 1938 in Lima geboren. Sein Vater Max Kuczynski war ein deutscher Arzt, der während des Nationalsozialismus nach Peru emigriert war. In Iquitos im Regenwald leitete er ein Krankenhaus für Lepra-Kranke. Die Mutter Madeleine Godard, mit dem Filmemacher Jean-Luc Godard verwandt, gab ihm die Liebe zur Musik mit. Bis heute spielt PPK Querflöte.

Kuczynski wuchs in Peru auf, verbrachte aber einen Großteil seines Lebens in Europa und in den USA, studierte Wirtschaft an den renommierten Universitäten Oxford in England und Princeton in den USA. Die doppelte Staatsbürgerschaft brachte ihm viel Kritik und den Spitznamen „Gringo“ ein – seinen amerikanischen Pass hat er mittlerweile zurückgegeben.

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