ZUR PERSON: Der ewige Optimist

Den einen gilt er als Friedensvisionär, den anderen als eher weltfremd: Israels Präsident Peres feiert mit illustren Gästen seinen 90. Geburtstag.

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Wird 90 Jahre alt: Israles Präsident Schimon Peres. Foto: dpa

Schimon Peres ist der älteste amtierende Staatschef der Welt. Zwar wird der israelische Präsident erst am 2. August 90 Jahre alt, aber die Geburtstagsparty stieg noch vor der Sommerpause. 3000 geladene Gäste, unter ihnen viel Prominenz. Ex-US-Präsident Bill Clinton, der frühere Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, und die jüdisch-amerikanische Sängerin Barbara Streisand hatten beispielsweise ihr Kommen zugesagt. Eigentlicher Star der Gala aber ist der unerschütterliche Optimist Peres, der kaum eine Gelegenheit auslässt, trotz aller Zweifel zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern aufzurufen.

Im Ausland ist er wohl einer der wenigen israelischen Politiker mit hohen Sympathiewerten. In seiner Heimat gibt es nicht wenige, die seinen Optimismus für weltfremd halten. Dennoch genießt er generell hohes Ansehen im Volk. Vom umstrittenen, linksorientierten Politiker hat er sich zur nationalen Vaterfigur gewandelt. Der letzte Repräsentant der politischen Gründergeneration wird auch für seine - trotz seines hohen Alters - schier endlos wirkende Energie bewundert.

Peres, der 1923 als Sohn eines Holzhändlers im damaligen Ost-Polen geboren wurde, wanderte 1934 ins damalige Palästina ein. Erst Hirte und Kassenwart einer Kollektivsiedlung, wurde er Mitglied der jüdischen Untergrundarmee Hagana. Er übernahm leitende Posten in der Gewerkschaft Histadrut. 1946 begann er seine politische Karriere in der Arbeitspartei.

Ungeachtet aller Rückschläge bei den Bemühungen um einen friedlichen "neuen Nahen Osten" erscheint Peres als ewiger Optimist: "Erlauben Sie mir, ein Träumer inmitten meines Volks zu bleiben und die Sonnenseite unseres Staates zu repräsentieren."

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