Wintereinbruch bringt Eis und Schnee ins Flachland

Winterliche Landschaft im Harz, eine weiße Puderschicht in Hamburg und an vielen Orten Schneeschippen: In Norddeutschland hat der Winter erstmals großflächig Einzug gehalten.

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In der Nacht fielen in Teilen Norddeutschlands die ersten Schneeflocken. Foto: Christian Charisius

Winterliche Landschaft im Harz, eine weiße Puderschicht in Hamburg und an vielen Orten Schneeschippen: In Norddeutschland hat der Winter erstmals großflächig Einzug gehalten.

Verantwortlich dafür ist das Tief „Husch“, das derzeit über Deutschland Richtung Dänemark zieht, wie die Meteorologin Julia Fruntke vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erläuterte.

Vor allem Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden von dem Niederschlägen überrascht: Glatte Straßen führten zu kilometerlangen Staus, die Räumdienste waren pausenlos im Einsatz. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. An mehreren Orten etwa im Raum Hannover mussten Oberleitungen vom Schnee befreit werden. Bei nassem, schwerem Schnee reichten die Weichenheizungen mitunter nicht aus, erklärte eine Bahnsprecherin.

Auch im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands, dem Harz, hat es kräftig geschneit und ungewöhnlich früh eine weiße Winterwelt hinterlassen. Auf dem Brocken liegen 15 Zentimeter Schnee, meldete der DWD in Leipzig. Hier können Wintersportler mancherorts schon Ski und Schlitten ausprobieren.

In den kommenden Tagen hat der Norden gute Chancen, dass die Sonne sich vorübergehend einen Weg durch die dichte Wolkendecke bahnt, während es weiter südlich trüb bleibt, heißt es vom DWD. Gleichzeitig sinkt die Schneefallgrenze weiter ab - stellenweise schneit es bereits in Höhenlagen von 400 Metern.

Im Südwesten hingegen steigt die Schneegrenze zum Ende der Woche voraussichtlich auf 1000 Meter an - das wird nach Angaben der Meteorologen aber nur eine vorübergehende Erscheinung sein, während sich mit „Julia“ in der Nacht zu Donnerstag bereits das nächste Tief auf den Weg über Deutschland macht und im Süden Deutschlands vor allem im Alpenraum für Sturmböen sorgt. Die Temperaturen steigen bis zum Wochenende auch tagsüber nicht mehr über fünf Grad, nachts werden Minusgrade immer häufiger.

Deutscher Wetterdienst

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