Weitgehende Einigkeit im TV-Duell von Merkel und Schulz

Merkel und Schulz - keiner hat beim TV-Duell den entscheidenden Punkt gesetzt. Spannend wird jetzt: Wer kommt am Wahltag auf Platz 3, meint Guido Bohsem.

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Guido Bohsem  Foto: 

Das war es also, das wichtigste Ereignis in diesem Wahlkampf. SPD-Herausforderer Martin Schulz gegen Kanzlerin Angela Merkel. Wer mit einem harten Kampf gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Die Veranstaltung wirkte über lange Strecken nicht wie ein Duell Schulz gegen Merkel, sondern wie ein Duell Moderatoren gegen zwei Politiker, die sich weitgehend einig waren.

Zwar hat Schulz zwischenzeitlich energisch versucht, über die minimalen politischen Unterschiede einen Streit zu entfachen. So richtig gelingen wollte es ihm nicht. Dazu gab Merkel ihm – und er Merkel zu oft Recht. Richtig hart attackierten beide nur, als es gemeinsam gegen die Präsidenten Trump und Erdogan ging.

Merkel wirkte souveräner, Schulz sympathischer und engagierter. Keiner von beiden setzte den entscheidenden Punkt, keiner machte einen gravierenden Fehler (obwohl Schulz im Schluss-Statement deutlich schwächelte). Nun dürfte endgültig klar sein: Die spannende Frage bei dieser Wahl ist nicht, wer Kanzler wird, sondern welche Partei auf den dritten Platz kommt und ob es Merkel danach gelingen wird, aus dem Ergebnis dieses spannungsarmen Wahlkampfs eine funktionierende Koalition zu zimmern.

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