Wagenknecht ist auf Popularität aus

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Sie hat es wieder getan. Sahra Wagenknecht, deren Partei eigentlich die internationale Solidarität und die Vereinigung der Proletarier aller Länder wertschätzt, die Frau, die einst als Reinkarnation Rosa Luxemburgs erschien, hat wieder die nationale Karte gespielt. Und zwar so, dass Leute, wie der AfDler Poggenburg vor Begeisterung aufjaulen und Wagenknecht einen Parteiübertritt nahelegen.

Ein bekannter linker Bundestagsabgeordneter, der im kommenden Jahr nicht mehr antreten wird, legte seiner Fraktionschefin den Rücktritt nahe.  Die Parteichefs versuchten es mit indirekter Kritik. Am Ende hatte es die Kritisierte nicht so gemeint. Auch nicht zum ersten Mal. So ähnlich war es auch als sich Wagenknecht nach der Kölner Silvesternacht auf die Seite der Ausweisungs-Hardliner stellte. Auch ihr Gatte Oskar Lafontaine fabulierte schon über „Fremdarbeiter“, die Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen würden.  Dass Sahra Wagenknecht  von ihren Genossen nicht schon auf dem Magdeburger Parteitag zur Rede gestellt wurde, verdankt sie einem Tortenwurf, der jede Kritik als weitere Gemeinheit hätte aussehen lassen.

Die Frage ist: Warum tut die Frau das? Warum äußert sie sich in einer Weise, die der Parteimeinung komplett widerspricht? Die Antwort lautet: Weil es neben der offiziellen linken Parteimeinung noch andere Ansichten gibt. Vor allem bei vielen älteren Genossen im Osten, aber nicht nur bei denen, ist die Angst vor Fremden groß. Nun wächst sie täglich. Sich von der Merkelschen Flüchtlingspolitik, oder dem, was dafür gehalten wird, zu distanzieren, ist populär. Und Popularität weiß Sahra Wagenknecht mittlerweile sehr zu schätzen.

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