US-Vizepräsident Mike Pence - Sattelfest und hochseriös

Mit Mike Pence hat sich Donald Trump jemanden an die Seite geholt, der auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von ihm ist. Der künftige US-Vizepräsident Pence hat die politische Erfahrung, die Trump fehlt.

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Donald Trump gibt sich kumpelhaft mit Vizepräsident Mike Pence.  Foto: 

Von 2001 bis 2013 saß er im Repräsentantenhaus, seit 2013 ist er Gouverneur von Indiana. Pence wirkt volksnah, präsentiert sich gern als Stimme der kleinen Leute. Für die Präsidentschaftsrennen 2012 und 2016 dachte er selbst an eine Kandidatur.

Der 57-Jährige ist ein Republikaner, wie er im Lehrbuch steht. Das Establishment der Partei mag ihn, so wie es mit Trump fremdelt. Pence beschreibt sich selbst als „Christ, Konservativer und Republikaner - und das in dieser Reihenfolge“. Er ist seit 30 Jahren verheiratet und sehr gläubig.

Pence war Radiomoderator, das ist seinen Auftritten bis heute anzumerken. Seine Aussagen sind meist wohl überlegt und abgewogen. Bevor er Trumps Vizekandidat wurde, hielt er sich auch nicht mit Kritik an dem umstrittenen Unternehmer zurück. So sprach er sich gegen Trumps Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime aus.

In der Vergangenheit agierte Pence selbst als Hardliner. Im Jahr 2000 forderte er den Kongress auf, Gelder für Einrichtungen bereitzustellen, die Menschen helfen, ihr sexuelles Verhalten zu ändern. Gemeint waren Schwule. 2009 stellte er wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel infrage.

2015 unterzeichnete er ein Gesetz zur Religionsfreiheit, das es Geschäften unter anderem erlaubte, homosexuelle Kunden abzuweisen. Nach einem Sturm der Entrüstung überarbeitete er es, was ihm wiederum in sozialkonservativen Kreisen Kritik einbrachte. Dieses Gesetz kostete ihn beinahe die politische Karriere.


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