Kommentar: US-Präsident hält sich mit Kritik an Rassisten zurück

Das Lavieren des US-Präsidenten ist beschämend, meint Peter de Thier. Angesichts der rassistischen Ausfälle in Virginia hält sich Trump auffallend bedeckt.

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Foto: spw  Foto: 

US-Präsident Donald Trump wollte nach den gewaltsamen Demonstrationen in Charlottesville staatsmännisch wirken und die Nation vereinen. Er verurteilte Gewalt, versäumte aber, Rassismus anzuprangern. Ausgelöst wurden die Zusammenstöße schließlich durch Amerikas Rechte. Die Rassisten wollten Pläne des Stadtrats blockieren, ein Denkmal für einen Freund der Sklaverei zu entfernen.

Heuchlerisch sind die Worte des Präsidenten deswegen, weil er lange Zeit seinen Vorgänger Barack Obama scharf attackierte, da dieser zögerte, die Worte „radikaler Islam“ in den Mund zu nehmen. Nun ist es Trump, der mit seinen Tiraden gegen Muslime, ethnische Minderheiten und Ausländer eine neofaschistische Bewegung stützt, sich zum eskalierenden Rassismus aber in Schweigen hüllt.

Allein die fanatischen Natio­nalisten haben nämlich die Unruhen zu verantworten. Dass Trump diese Rassisten seit seinem Amtsantritt nicht ein einziges Mal verurteilt hat, spricht Bände. Bestenfalls duldet er sie, schlimmstenfalls heißt er sie sogar willkommen. So oder so das falsche Signal seitens eines amerikanischen Präsidenten.        

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