US-Medien: Moskau könnte Trump mit brisanten Informationen erpressen

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Russland soll belastendes Material gegen Trump gesammelt  Foto: 

Trump sei vergangene Woche von den US-Geheimdienstchefs darüber unterrichtet worden, dass Russland kompromittierende Informationen über ihn habe, berichtete der Nachrichtensender CNN am Dienstag. Trump selbst dementierte die Berichte.

Laut einer zweiseitigen Zusammenfassung, die Trump präsentiert worden sei, verfüge Moskau über Informationen zum Privatleben und den Finanzen Trumps, berichtete auch die "New York Times". Während CNN zu den Details dieser angeblichen Informationen, die seit Monaten in Washington zirkulieren sollen, keine Angaben machte, veröffentlichte das Medienportal Buzzfeed 35 Seiten, auf denen unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war.

Zudem sollen ihm auch lukrative Geschäfte angeboten worden sein, um Einfluss auf ihn zu erlangen. Buzzfeed-Chefredakteur Ben Smith sagte allerdings, es gebe "ernsthafte Gründe, an den Vorwürfen zu zweifeln". Man habe sich jedoch aus Gründen Transparenz zu ihrer Veröffentlichung entschieden.

Trump selbst bezeichnete die Berichte als "Fake News". Es handele sich um eine "totale politische Hexenjagd", schrieb der rechtspopulistische Immobilienmilliardär am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter. Trumps Wahlkampfmanagerin Kellyane Conway sagte dem Sender NBC, nichts sei bestätigt. US-Präsident Barack Obama, der auch von den Geheimdienstchefs informiert worden sein soll, sagte dem Sender NBC, er kommentiere keine Geheimdienstinformationen.

Die angeblichen russischen Informationen über den gewählten US-Präsidenten seien im Auftrag von Trump-Gegnern von einem früheren Agenten des britischen Geheimdienstes MI-6 an die US-Behörden übermittelt worden, hieß es bei CNN. Die frühere Arbeit dieses Agenten werde von US-Geheimdienstmitarbeitern als vertrauenswürdig eingestuft. Die US-Bundespolizei FBI untersuche nun, ob die von dem Ex-Agenten gelieferten Informationen über Trump zuverlässig und korrekt seien.

Der gewählte Präsident wollte am Mittwoch seine erste Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg Anfang November geben. Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich mit Cyberattacken in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um der Demokratin Hillary Clinton zu schaden und Trump zu begünstigen. Wegen dieser mutmaßlichen Einmischung verhängte der scheidende Präsident Obama eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau.

Trump weist Vorwürfe zurück, die Hackerattacken hätten den Ausgang der Wahl beeinflusst. Er hatte sich im Wahlkampf immer wieder lobend über die Führungsstärke des russischen Staatschefs Wladimir Putin geäußert und will die Beziehungen zu Russland verbessern. Seine freundliche Haltung gegenüber Moskau hatte in den vergangenen Monaten viele Spekulationen ausgelöst, dass Trump möglicherweise geheimgehaltene Geschäftsinteressen in Russland habe oder dort in einer anderen Weise kompromittiert sein könnte.

Unter Berufung auf verschiedene anonyme Quellen berichtete CNN auch, dass es dem Memo zufolge während des Wahlkampfs einen Kommunikationsaustausch zwischen Trumps Team und russischen Vertretern gegeben haben soll. Träfen die Vorwürfe zu, dann wäre dies "schockierend" und "explosiv", sagte der Senator Chris Coons von den Demokraten zu CNN. Der Demokrat Jared Polis schrieb bei Twitter: "Wenn das wahr ist, sollte er nicht Präsident werden."

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Kommentare

11.01.2017 16:06 Uhr

Sie sind vollem Hass

Obama+Hillary Clinton+Co koennen das hetzen+nachtreten nicht lassen.Sie sind vollem Hass

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