US-Klimaschützer wollen in Bonn Flagge zeigen

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Der amtierende Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown (l), und sein Amtsvorgänger Arnold Schwarzenegger gelten als Umweltschützer. Foto: Christophe Petit Tesson/Archiv  Foto: 

Die Weltklimakonferenz in Bonn steht heute und am Sonntag im Zeichen US-amerikanischer Klimaschützer. Sie wollen deutlich machen, dass sich viele Amerikaner weiterhin dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet fühlen - trotz der Ausstiegsentscheidung von Präsident Donald Trump.

Zu den prominentesten Sprechern gehören der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der kalifornische Gouverneur Jerry Brown und dessen Vorgänger Arnold Schwarzenegger. Trump könne nicht in der Zeit zurückgehen - „das kann nur ich“, hatte Schwarzenegger nach Trumps Austrittsentscheidung gescherzt. Er spielte damit auf seine „Terminator“-Rolle an.

Für eine umfassende Energiewende wollen heute auch mehrere Tausend Klimagegner in Bonn demonstrieren. Unter dem Motto „Schluss mit dem faulen Zauber - Wir treiben die bösen Geister des Klimawandels aus“ will das Bündnis „No Climate Change“ mit 5000 angemeldeten Demonstranten auf die Straße gehen. Der Demonstrationszug soll sich um Punkt 11 Uhr 11, dem offiziellen Beginn der Karnevalssession, in Bewegung setzen. Eine weitere „Großdemo am Weltklima-Aktionstag“, hinter der unter anderem die Bonner Jugendbewegung, die Verdi Jugend und die Bundesweite Montagsdemo stehen, soll mittags stattfinden. Angemeldet sind 3000 Teilnehmer.

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UN-Informationen zum Pariser Klimaabkommen

Demonstration am 11. November: Schluss mit dem faulen Zauber

2. Demonstration am 11. November: Großdemo am Weltklima-Aktionstag

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Kommentare

12.11.2017 17:36 Uhr

„Kohle bleibt unten, Bahnhof bleibt oben“

Auch „Stuttgart 21 ist ein Synonym für den Klimaskandal.“ Dieses Fazit zog der bekannte Theaterregisseur Volker Lösch gestern in seiner Rede während der Großdemo am Weltklima-Aktionstag in Bonn.

Seine Erkenntnis bezieht er aus einem Gutachten, das der Münchner Verkehrsplaner Karlheimz Rössler jüngst veröffentlicht hat. Demnach werden beim Bau, Betrieb und Unterhalt von S21 – je nach Szenario – „in den nächsten Jahren zwischen 3,5 und 5,6 Millionen Tonnen zusätzliche Treibhausgase freigesetzt“.

Dies liege, so das Rössler-Gutachten, zum einen an den mehr als sechs Millionen Tonnen Stahlbeton, die für das Projekt verbaut würden – mit einem Ausstoß von 1,9 Millionen Tonnen Treibhausgasen. Zum anderen führe der Rückbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs von sechzehn auf nur noch acht Gleise unweigerlich zu einer Zunahme des Autoverkehrs – mit zusätzlich 17,5 Milliarden Pkw-Kilometern und entsprechenden Emissionen.

Volker Lösch hält Stuttgart 21 für ein „klimapolitisch vollkommen aus der Zeit“ gefallenes Projekt – ähnlich wie viele andere „sinnlose Großprojekte“, die „ohne Anhörung der Bevölkerung geplant und auf den Weg gebracht werden“, dann aber „juristisch kaum zu stoppen sind“ und „wenigen viel Geld und vielen nichts bringen“ – Großprojekte, „die der Umwelt und dem Klima nachhaltig schaden“ und „den Klimawandel beschleunigen“. (...)

http://www.kopfbahnhof-21.de/kohle-bleibt-unten-bahnhof-bleibt-oben/

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